Markenmacher, Hamburgfan, Netzwerker, Designfreund

Hamburg hat in die Zukunft investiert. Wird die neue Elbphilharmonie Hamburg als »Marke« verändern und wie?

Städte befinden sich heute mehr denn je in einem Wettbewerb miteinander. Das Prinzip »Marke« gilt hier nicht weniger als in anderen Zusammenhängen. Die Stadt Hamburg hat ihr Markenprofil sehr genau identifiziert und arbeitet damit erfolgreich.

Die Elbphilharmonie passt genau dazu. Sie ist eine großartige Bereicherung für die Stadt. Nicht nur wegen ihrer spektakulären Architektur und des kulturellen Angebots, sondern auch weil sie den für die Marke Hamburg so wichtigen Hafen auf ganz einzigartige Weise neu inszeniert. Factor hat seinen Teil dazu beigetragen: Für das NDR Elbphilharmonie Orchester haben wir das Erscheinungsbild entwickelt. Darüber freue ich mich sehr.

Mit der Elbphilharmonie hat Hamburg ein Wahrzeichen mit Strahlkraft!

In den DDC Design Business Breaks wird derzeit viel über Marke diskutiert. Wie sieht das Wechselspiel zwischen Marke, Konsument und Werbung in der Zukunft aus?

Markenerfolg steht und fällt in Zukunft mit drei Faktoren. Klarheit: Wofür steht die Marke? Technologie – wenn sie einen Mehrwert bietet. Und vor allem: Empathie. Sehen die Marken-Macher mit den Augen ihrer Kunden? Entscheidend wird die Fähigkeit, mit den Augen der Kunden zu sehen. Und dieses Wissen in attraktive Produkte und Services zu verwandeln.

So wie das Portal fejo.dk, eine Metasuchmaschine für dänische Ferienhäuser. Fejo stellt seinem Portal nicht nur echte Menschen beratend zur Seite, sondern strukturiert sein Angebot aus den Augen seiner Nutzer. Wer ein gemütliches Holzhaus »wie von früher« will, klickt auf »Retro-Haus«. Objektiv betrachtet sind das Häuser mit einfachen Interieurs. Dass Leute genau das suchen, weil es sie an »früher« erinnert, weiß nur jemand, der seine Kunden aus dem Effeff kennt. Das ist eine kluge Empathie, die über Algorithmen-Optimierung oder ästhetisierendes, aber irrelevantes Branding weit hinaus geht.