„What we design designs us back“ sagte einmal Jason Silva ein bekannter Techno Futurist aus den USA. Design – das ist die Bot­schaft – nimmt großen Ein­fluss auf unser Da­sein und Zu­sam­men­leben. Der Ruf nach grund­legenden Ver­änderungen unserer planetaren Realität indes wird immer lauter. So weiter­­machen wie bisher geht nicht und wird uns un­weigerlich in die nächste Krise stürzen. Also ist gerade jetzt unsere Kreativität gefragter denn je. Was geht? Was kommt und was können wir besser machen. Wie können wir Design neu den­ken? Dazu präsentiert der DDCAST des Deutschen Designer Club jede Woche eine starke Stimme. Sie kommt aus allen Sparten des Design, aus an­gren­z­en­den Disziplinen, aus Wissen­schaft, Wirt­schaft und Politik.

 

DDCAST-Folgen im Überblick

120 — matali crasset // Design, um den Menschen zu dienen
119 — Tanita Klein // Die verformbare Küche
118 — Philipp Thesen // Humanizing Technology
117 — Andreas Muxel, Daniel Rothaug // Creative Engineering
116 — Sebastian Klöß // Wegweiser ins Metaverse
115 — Matteo Thun // Der Großmeister
114 — Ute Clement // Frauen führen besser
113 — Nina Sieverding und Anton Rahlwes // FORM FRAGEN 02 // Boisbuchet / Vienna Design Week
112 — Helge Aszmoneit // Die Design-Bibliothekarin
111 — Kollektiv Plus X (Ezra Dilger, Marvin Schwark u.a.) // Mobiles Forum für direkte Demokratie
110 — Hermann Weizenegger // Der philharmonische Designer
109 — Alexandra Baum // Forschung. Design. Startup. Familie.
108 — Michael Conrad // creativity – off the norm
107 — Hannah Helmke // 1,5° Celsius und 100% Powerfrau
106 — Stefan Weil // create curate collaborate
105 — Lena Jüngst // Zukunftslabor Gastronomie
104 — Sandra Groll // Design: Zwischen Kontingenz und Notwendigkeit
103 — Nina Sieverding und Anton Rahlwes // FORM FRAGEN 01 // Salone Del Mobile 2022
102 — Alexis Dornier // Tektonische Innovation auf Bali
101 — Franziska Ratsch und Oliver Grande // Partizipative Raum-Gestaltung
100 — Diana Tayo Osobu // Colour & Character
99 — Christian Müller // Turbo für die Energie Transformation
98 — Prof. Bitten Stetter // Palliativ-Design
97 — Prof. Dr. Joachim Curtius // UP UP IN THE AIR
96 — Erik Spiekermann // TYPOERIK 75
95 — Nicole Deitelhoff und Matthias Wagner K // Design for Democracy. Gestalten wir wie wir leben.
94 — Felix Kosok // Das queere Mannsbild
93 — Hella Jongerius // Texture makes things human
92 — Etta Madete // Nachhaltige und bezahlbare Wohnungen in Kenia
91 — Gesche Joost // Die Design Forscherin
90 — Lisa Borgenheimer // Communicating Complexity
89 — Michael Volkmer // Da anfangen wo wir stehen
88 — Werner Sobek // Erderwärmung ist keine Krise sondern ein neuer Zustand
87 — Harald Welzer // Extraausgabe // Demokratie gestalten
86 — Mariana Amatullo // Die Chef-Diplomatin des Social Design
85 — Philipp Langenbach // Grünes Banking – wie geht das?
84 — Judith Block // Über Megatrends, Menschenliebe und Mut
83 — Anatoli Skatchkov // Man muss immer aus Liebe handeln
82 — Claudia Díaz Sánchez, Laura Schlotthauer, Katja Lis //
Diverse Kommunikation braucht diverse Menschen

81 — Ondřej Chybík // Driven by ego, curiosity and naivety
80 — Marie Josephine Eckloff // Licht ins Dunkel bringen
79 — Kai Vöckler und Peter Eckart // Mobilität neu denken und gestalten
78 — Christine Fehrenbach // Mode als Transformationstreiber
77 — Britta Wagemann und Samson Kirschning // Design-Interventionen im Reallabor Stadt
76 — Imran Ayata // Erst mal alles in Frage stellen
75 — Ricky Saward // Vegane Sterne
74 — Marti Guixé // Der Ex Designer
73 — TheJoCraft // Der digitale Baumeister
72 — Elvira Breit / Patrick H. Nagel / Klaus K. Loenhart // Lernen, Sehen, Atmen
WAS IST GUT – Die Gewinner

71 — Katja Filippenko und Philip Weyer // Der vegane Party Kracher
70 — Klement Tockner // Einmal verloren ist immer verloren
69 — Agnesa Kolica // Social Design for Innovation
68 — Frank Wagner // What’s the value of design
67 — Constanze Hosp und Nadine Podewski // Wie Designerinnen gutes Leben gestalten
66 — Boris Kochan // Wir können sehr viel bewegen
65 — Paola Antonelli // Über das Lernen von Designausstellungen
64 — Shantel // Diversität hörbar machen
63 — Lena Jüngst // Raus aus der Kreativblase
62 — Karin Schmidt-Friderichs // Die Bücher-Macherin
61 — Friedrich von Borries // So geht WAS IST GUT
60 — Constantin Kaloff // Über Werbung und Enteitelung
59 — Anne Farken // Eyes on the Future – Feet on the Ground
58 — Nils Holger Moormann // WAS IST GUT – und was nicht
57 — Markus Weisbeck // Forschung mit Design, nicht über Design
56 — Tatjana Gorbachewskaja // Über eine arktische Großstadt
55 — DAS IST GUT PART I
54 — Thomas Immich // Planet Centered Design versus Impact Driven Design
53 — Jifei Ou // CHN > HFG > MIT > CEO
52 — Friederike Köhler-Geib // Design – Brücke für eine innovative Wirtschaft
51 — Olivia Dahlem und Florentina Fuchs // Female Empowerment durch Mode
50 — David Maurer-Laube // So klappt nachhaltige Mobilität
49 — Inga Wellmann // Was ist Creative Bureaucracy?
48 — Lioba Lissner und Claus Herrmann // Plätze für Menschen, Tiere und Pflanzen
47 — Dr. Sandra Hartig // LGBTAIQ++
46 — Dieter Brell // Nachhaltigkeit sichtbar machen
45 — Benedikt Poschinger von Frauenau // Gutes Glas ist gut
44 — Stefan Sagmeister // Hässlichkeit / Schönheit
43 — Stephen Burks // Beauty, Design und Rassismus
42 — Arpad Dobriban // Manifest des Kochens
41 — Liz von Wagenhoff und Teresa Limmer // Should be all about sex
40 — Daniel Martin Feige // Wozu Design-Philosophie?
39 — Lilli Hollein // Die Design Kuratorin
38 — Thomas Ranft // Donnerwetter Design
37 — Elisabeth Mansfeld // Neurourbanismus – Psychologie der Stadt
36 — Thomas Jäger // Design und humanitäre Arbeit
35 — Bartomeu Mari Ribas // Museen müssen parteiisch sein
34 — Malene Saalmann // Idee & Modell & Prototyp
33 — Jürgen Engel // Räume beeinflussen unsere Körper
32 — Mike Meiré // Befreit euch von dem was ihr geschaffen habt
31 — Stephanie Hobmeier // We don’t need (this) education
30 — Konstantin Grcic // Mir fällt nichts leicht
29 — Christoph Grünberger // The Age of Data
28 — Barbara Friedrich // An einem Ort leben und designen
27 — Emilie Burfeind // Material Groove
26 — Lea Schücking und Leya Bilgic // Können Fliesen ethisch sein?
25 — Olaf Barski // Medical Design kann Leben retten
24 — Nina Sieverding und Anton Rahlwes // Es geht nicht um die ideale Form
23 — Dr. Keneilwe Munyai // From Design ‚for‘ to Design ‚with‘
22 — Uwe Melichar // Das Wort ‚Müll‘ muss weg
21 — Fabian Winopal und Tim Fleischer // Tatort Tatcraft
20 — Frauke Burgdorff // Städtische Baupolitik und Gemeinwohl
19 — Wettbewerb für weltverbesserndes Design
18 — Alexander Wagner // Geschichten in den städtischen Raum tragen
17 — Katja Lis // Schöne neue Arbeitswelt?
16 — Simone Leitenberger // Design bewegt Menschen, verantwortlich zu handeln
15 — Prof. Dr. Dr. Volker Mosbrugger // Der Weg vom Wissen zum Handeln ist unendlich weit
14 — Sebastian Herkner // Handwerk muss wertgeschätzt werden
13 — Janina Albrecht // Die Stadt vermenschlichen
12 — David Hess // Starthub für Start-ups
11 — Shirin Brückner // Ausstellungen mit allen Sinnen erlebbar machen
10 — Dr. Frauke Fischer // Design und Biodiversität gehören zusammen
09 — Raphael Gielgen // Wir müssen in das Kollektiv zurückfinden
08 — Daniel Cohn-Bendit // Wir haben ein falsches Effizienzdenken
07 — Anette Lenz // à propos
06 — Prof. Annette Bertsch // Eine gemeinsame Sprache finden
05 — Benedikt Wanner // Von der Wiege zur Wiege
04 — Madita Morgenstern Antao // Soziales Design in der Praxis
03 — David Gilbert // Digital Design braucht Struktur und Gespür
02 — Uli Mayer-Johanssen // Zusammen neue Perspektiven öffnen
01 — Friedrich von Borries // Was ist gutes Design?

120 — matali crasset
Design, um den Menschen zu dienen

matali crasset ist eine seit den 90er Jahre welt­weit aktive fran­zösische Design­erin, deren Moto ist: „Den Men­schen etwas geben, statt zu ge­stalten“. Seit ihrem Ab­schluss an der ENSCI-Les Ateliers ver­teidigt sie das Design als künstler­ische, anthro­polo­gische und sozi­ale Praxis. Sie versucht, sich mög­lichst um­fassend der Krea­tivi­tät, den Men­schen und dem täg­lichen Leben zu widmen. Ihre Frage ist: „Wie kann das Design zu unserer Gemein­schaft bei­tragen und uns helfen, uns in der heutigen Welt zu­recht­zu­finden?“ Seit 30 Jahren geht sie ihren eigenen Weg und hat Hunderte von Pro­jekten in den Be­reichen Archi­tek­tur, Bühnen- und Möbel­design, öffent­liche Räume und Stadt­plan­ung reali­siert. Ihre Werke wurden in Frank­reich und im Aus­land aus­ge­stellt. Sie sind Teil be­deuten­der Museums­samm­lungen, darunter jene des MoMA in New York und des Centre Pompi­dou in Paris. Ihr „Design ohne Grenzen“ ist Aus­druck ihrer tiefen Über­zeu­gung, dass jeder kreative Pro­zess in erster Linie men­schlich, sozial und öko­logisch ist. Der Zweck eines jeden Pro­jekts hängt dabei nicht von seiner allein­igen Reali­sierung ab, sondern von dem Prozess, den es um­setzt, und von seiner Fähig­keit, Ver­bin­dungen zu knüpfen und ein System des Aus­tauschs und der Gegen­seitig­keit zwischen Indi­viduen inner­halb eines bestim­mten Um­felds zu schaffen. Aus dieser Per­spek­tive werden alle Projekte letzt­lich zu einer kolla­bora­tiven An­stren­gung. Sie nennt als „Felder in mein­em Kopf, die ich nicht auf­höre zu kulti­vieren“: Lesen und Ent­decken // Dem Men­schen stets zuge­wandt sein // Jedes Werk im men­schlichen Maß­stab erschaffen //

matali crasset ist bei jedem Schritt ihrer Pro­jekte an­wesend und arbeitet von der Kon­zep­tion bis zur Reali­sierung auf künstler­ische und ge­schickte Weise. Sie ver­tritt eine men­schliche Sicht­weise des Designs, die sich von der­jenigen der großen Firmen unter­scheidet, die ihre An­sätze modell­ieren und dieselbe Methode auf jedes ihrer Pro­jekte an­wenden. Das Studio – be­stehend aus matali crasset, die von einem 3D-Modell­ierer und einem Regis­seur unter­stützt wird – bildet die Grund­lage ihres Schaffens und fördert sehr indi­vidu­elle Lösungen. matali crasset sagt „Das, was wir tun, hat immer eine künstler­ische Seite“.

Auf dieser Grund­lage gestaltet sie Objekte, öffent­lichen Räume, Stadraum, leben­dige kultur­elle Orte, die Welt der Kind­heit, Zwischen-Räume, kom­plette Bühnen­bilder für inter­natio­nale Messen wie Première Vision oder, in jüngerer Zeit, Séries Mania und Aware sowie für die Musical-Show von Pierre Lapointe ent­worfen. Hinzu kommen Aus­stellungen, kura­tierte Shows und Ver­mittlungs­formate. Sie ver­steht die Ver­mitt­lung als Teil ihrer Arbeit als Designer­in. Sie hat mehr als zwei­hundert Vor­träge in der ganzen Welt ge­halten. Seit 2010 unter­richtet sie an der Genfer Hoch­schule für Kunst und Design (HEAD) und nimmt darüber hinaus an zahl­reichen Sym­posien und Jurys teil. Von 2017 bis 2019 hatte sie eine Professur an der ENS Paris-Saclay im Rahmen des Projekts L’Atelier des communs sowie einen Work­shop am National Institute of Design (NID) in Ahmedabad, Indien.

WEITERLESEN, -HÖREN und -SEHEN
Wo man das Werk von matali crasset sehen, lesen und besser verstehen kann:  Rizzoli Libri veröffentlicht 2021 eine Monografie, die ihren Weg nachzeichnet und von den Éditions Norma ins Französische übersetzt wurde. Les Presses du Réel hat außerdem eine Sammlung von Zeichnungen veröffentlicht, die während der Abriegelung in Frankreich im Frühjahr 2020 entstanden sind. Sie hat an zahlreichen Radiosendungen für France Culture teilgenommen, darunter fünf Aufnahmen, die 2018 für Camille Juzas À voix nue realisiert wurden, und eine von Arnaud Laporte animierte Meisterklasse im Jahr 2017. 2019 wurde eine 52-minütige Dokumentation von Rémy Batteault realisiert, die von Cocottes minute und dem Centre Pompidou für France 5 koproduziert wurde.

LITERATUR UND LINKS
Baptiste Morizot, Raviver les braises du vivant 
Aurelien Berland, la fabrique des derniers hommes
Vinciane Despret, Habiter en oiseau
Ana Tsing, le champignon de la fin du monde 
Natassja Martin, croire aux fauves 
Ines Lenaud, Pierre Van Hove, les algues vertes l’histoire interdite
Camile de Toledo, le fleuve qui voulait écrire, les aide 
Bruno Latour, où atterrir 
Corporate Website von matali crasset 
Wildproject
Collection domaine du possible 

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Veröffentlichung: 28.11.2022

119 — Tanita Klein
Die verformbare Küche

Tanita Klein ist eine Designerin, die in Kopen­hagen, Däne­mark, lebt und arbeitet. Sie ist in Frank­furt am Main gebor­en und auf­ge­wachsen und studierte Design an der Design Academy in Eind­hoven. Für ein Residenz­pro­gramm mit SPACE10 kam sie Anfang 2020 nach Kopen­hagen. Das POSSI-System ist ein Kon­zept, das in den letzten vier Jahren zu einem markt­fähigen Pro­dukt ent­wickelt wurde. Es basiert auf Kleins Vision für Design.

Tanita sagt: „Als Design­erin betrachte ich die mater­ielle Kultur als etwas, das großen Ein­fluss auf das mensch­liche Ver­halten und Wohl­be­finden hat. Ich betrachte Design als ein Werk­zeug zur Ver­besser­ung. Meine Werk­zeuge sind radikal, aber realis­tisch. Meine Werk­zeuge sind demo­krat­ischer Luxus. Meine Argu­men­tation ist sowohl unter Nach­haltig­keit als auch unter Wohl­be­finden ein­zu­ordnen. POSSI ist wie ein Sitz­sack für Kinder. Er ist ver­form­bar und passt sich Ihren Kur­ven und Bedürf­nissen an. Bitte spielen Sie.“

POSSI ist inspiriert von der ersten Archi­tek­tin, die in den 1920er Jahren eine Küche für ein großes soziales Wohn­pro­jekt in Frankfurt am Main ent­warf. In den 1920er Jahren ent­warf Margarete Schütte-Lihotzky (1897–2000) eine Küche für die moderne Haus­frau, basier­end auf einer Analyse der Be­we­gun­gen in der Küche. Sie spiegelte den Wan­del in der Gesell­schaft wider: Die Frau wurde eman­zi­pier­ter und die Küche passte sich ihrem neuen Lebens­stil an. Das Kon­zept von POSSI war eine Ant­wort auf die Frage, wie die moderne, eman­zi­pierte Küche hun­dert Jahre später aussieht: Eine Küche, die sich an unsere sich schnell verän­dern­den und umwelt­freund­lichen Bedürf­nisse anpasst und nicht um­ge­kehrt.

LITERATUR
MAYHAUS, ernst-may-gesellschaft e.v., av editions, Hrsg. Christina
Treutlein, Philipp Sturm, Ernst-May-Gesellschaft
Dschinns, Fatma Aydemir, Hanser Verlag
Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten, Alice Hasters, Hanser Verlag

LINKS
Feuer und Brot, Podcast
www.possi.kitchen

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Veröffentlichung: 21.11.2022

118 — Philipp Thesen
Humanizing Technology

Philipp Thesen ist Designer und Stratege und zählt zu den profilierten Vor­denk­ern für strateg­isches Design und die digitale Trans­forma­tion von Produkten, Pro­zessen und Geschäfts­modellen. Er ist Pro­fes­sor für Mensch-System-Inter­aktion an der Hoch­schule Darm­stadt und Leiter des Human Factor Labs. Das von ihm 2020 gegrün­dete Lab erforscht digitale Techno­logien und deren Anwen­dung in mensch­lichen Bedarfs­situ­atio­nen mit dem Ziel der Ver­bes­ser­ung von Mensch-Technik-Interaktion.

Thesen ist weiterhin Unter­nehmens­be­rater und Gründer von Prenew, einer Strategie­be­ratung für den digitalen Wandel. Er hilft Unter­nehmen dabei, Design in ihren Organi­sationen effektiv zu führen und auf den Ebenen Form­gebung, Prozess und Strate­gie nach­haltig zu verank­ern. Zu seinen Kunden gehören inter­natio­nale Beratungs­firmen sowie Unter­nehmen wie SAP, Porsche, Merck, EnBW, Siemens oder Viess­mann.

Zuvor war er Design­chef von Europas größtem Telekom­muni­kations­kon­zern Deutsche Telekom. Hier verant­wortete er das Produkt­design, die Design­strategie und die welt­weite Imple­men­tierung von Design-Prin­zipien. Er trans­formierte die Design­funktion im Kon­zern in eine strategische Rolle, gründete die Tele­kom Design Aca­demy und führte eine kon­zern­weite Aus­bildung in Design Think­ing ein. Unter seiner Leit­ung ent­stan­den inter­natio­nal ein­ge­führte Hard­ware-Soft­ware-Service Inno­vatio­nen, die mit mehr als 200 Design­preisen aus­ge­zeichnet wurden.

Philipp Thesen ist Autor zahl­reicher Publi­katio­nen zu Design, Inno­vation und digi­taler Zukunft. 2019 erschien sein Buch “the digital shift” im Steidl Verlag. Er ist als Sprecher auf Kon­ferenzen und Mit­glied zahl­reicher Inter­natio­naler Design­juries tätig, u.a. beim ADC, ADC of Europe, Annual Multi­media, DDC, German Design Award, iF und Design Effective­ness Award der British Design Business Association. Er ist Mitglied des Art Directors Club, war 2020 bis 2022 Präsidiums­mit­glied und zuvor Advisory Board Member des Design Manage­ment Institutes Boston. Seit 2022 ist er im Beirat des Bundes­preis Ecodesign des Bundes­umwelt­minis­teriums.

LITERATUR
von REVENTLOFF, Christian / THESEN, Philipp, The digital shift – design’s new role as artificial intelligence transforms into personal intelligence. Steidl Verlag, Göttingen, 2019
THESEN, Philipp, The new role of design, in: Slanted 37 typography & culture, Karlsruhe, 2021, p. 256

LINKS
Persönliches Profil
Prenew Corporate Website
Prof. Philipp Thesen bei Hochschule Darmstadt

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Veröffentlichung: 14.11.2022

117 — Andreas Muxel, Daniel Rothaug
Creative Engineering

Andreas Muxel studierte Kom­muni­kations­design an der Fach­hoch­schule Vor­arl­berg und Mediale Künste an der Kunst­hoch­schule für Medien Köln. Er arbeitete als Inter­action Designer am MARS-Exploratory Media Lab des Fraun­hofer-Instituts für Medien­kom­muni­kation Sankt Augustin und war als Free­lancer für ver­schiedene Büros (u.a. Meiré und Meiré, Stylepark AG, ma ma Inter­active System Design) und Kunden (u.a. BMW, Siedle, Bulthaup, Vorwerk) tätig. 2015 gründete er zusammen mit Michael Schmitz das Studio NEOANALOG mit Schwer­punkt Ent­wick­lung und Gestalt­ung hybrider Arte­fakte und Räume.

Seine Arbeiten an der Schnitt­stelle von Design, Kunst und For­schung wurden viel­fach inter­natio­nal pub­liziert, aus­ge­stellt und aus­ge­zeich­net (u.a. FILE Festival São Paulo, TodaysArt Festi­val Brüssel, ACM DIS Eind­hoven, Prix Ars Elec­tron­ica Linz, VIDA Award Madrid, Share Price Turin).

Von 2013 bis 2017 war Andreas Muxel Profes­sor für Inter­face Design an der Köln Inter­natio­nal School of Design der TH Köln. Seit dem Winter­semester 2017/2018 ist er Forschungs­pro­fessor für Physical Human-Machine Inter­faces an der Fakul­tät für Gestalt­ung der Hochschule Augs­burg und leitet dort das Hybrid Things Lab. Das Labor exploriert alternative Per­spek­tiven unserer Be­zieh­ung zu pro­aktiver Techno­logie hin­sichtlich Akzeptanz und Vertrauen.

Daniel Rothaug studierte Kom­muni­kations­design mit Schwer­punkt Inter­aktive Medien an der Fakul­tät Gestaltung der Fach­hoch­schule Würz­burg-Schwein­furt. Zuvor arbeite er als Inter­face­designer bei Apple und als Art-Director an multi­medialen Pro­jekten für TUI, Opel, Renault und Volks­wagen. Während seines Studiums gründete er 2002 gemein­sam mit drei Partnern die Digital­agentur ›Zum Kuckuck‹ in Würz­burg. Bis 2015 war er dort als Kreativ­direktor für digitale Projekte für Audi, Daimler, Deutsche Telekom, Drykorn, Joop, Reisenthel, SAP, Städel Museum, Volks­wagen oder Walter Knoll verantwortlich.

Seine Arbeiten erhielten über 150 nationale und inter­natio­nale Aus­zeich­nungen wie ADC Deutsch­land, ADC New York, Annual Multi­media Gold, DDC Gute Gestaltung, Design­preis der Bundes­republik Deutsch­land, German Design Award, iF Design Award Gold, New York Festivals, Red Dot Best of the Best und wurden u. A. vom Museum of Modern Art San Francisco veröffentlicht.

Seit 2013 ist Daniel Rothaug Professor für Interface­gestaltung an der Hoch­schule Augs­burg, seit 2017 Dekan der Fakul­tät für Gestalt­ung. Als Designer und Berater ist er für Unter­nehmen an der Schnitt­stelle von Design und Techno­logie tätig. Er ist Mit­glied im DDC (Deutscher Designer Club e. V.) und regel­mäßiges Jury­mitglied.

LINKS
Bachelorstudiengang Creative Engineering
Webseite Andreas Muxel
Website Daniel Rothaug
KI-Ringvorlesung Andreas Muxel »Mensch-Maschine-Verbindungen. Werden kluge Maschinen ein Teil von uns?«
Jakob Kilian: Unfolding Space
Michael Wagner, Matthias Sirch, Lena Krause, Jane Nathania, Pia Obermaier: Chairness of a Chair

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Veröffentlichung: 07.11.2022

 

116 — Sebastian Klöß
Wegweise ins Metaverse

Matteo Dr. Sebastian Klöß ist Bereichs­leiter für Consumer Techno­logy, AR/VR & Meta­verse beim Digital­ver­band Bit­kom. Seit An­fang 2022 befasst er sich inten­siv mit dem Tech-Trend Meta­verse. Ihn faszi­niert, wie hier einer­seits ver­schiedene Schlüssel­techno­logien wie Aug­mented Reality (AR), Virtual Reality (VR) und die Block­chain kul­minieren, und wie das Meta­verse anderer­seits als nächste Stufe des Inter­nets das Poten­zial birgt, unseren All­tag zu revo­lutio­nieren. Beim Bit­kom be­treut er das metaverse forum by bitkom, in dem aus­ge­wiesene Meta­verse-Expert­innen und -Experten zu diesem Thema zusam­men­kommen, und organi­siert die sehr erfolg­reichen Meta­verse-Round­tables, bei denen unter anderem schon die Themen „Meta­verse und Web3“, „Recht und Steuern im Meta­verse“, „Industrie und Meta­verse“, „Arbeiten im Meta­verse“ sowie „Stan­dards für das Meta­verse“ thema­ti­siert wurden. Gemein­sam mit kompe­tenten Autor­innen und Autoren aus dem Bitkom-Netz­werk hat er den Leit­faden „Weg­weiser in das Meta­verse“ ver­fasst. Außer­dem hat er in der Studie „Die Zukunft der Con­sumer Technology 2022“ ge­zeigt, wie bekannt das Meta­verse in Deutsch­land schon ist und wie offen die Deutschen dem Meta­verse gegen­über einge­stellt sind.

Neben dem Meta­verse beschäftigt sich Dr. Sebastian Klöß beim Bitk­om mit den Themen Aug­mented & Virtual Reality sowie NewTV. Bei AR und VR interes­sieren ihn sowohl die tech­nischen Ent­wick­lungen auf diesem Ge­biet als auch kon­kret die Einsatz­mög­lich­keiten so­wohl im Con­sumer-Bereich als auch in der Indus­trie. Unter dem Stich­wort NewTV beo­bachtet er alle Trends rund um Stream­ing und Con­nected TV. Vor seiner Zeit beim Digital­ver­band Bitkom war Dr. Sebastian Klöß Redak­teur für Office-Themen im Prima Vier Nehring Verlag. Dort hat er genauso zur Büro-IT re­cher­chiert und ge­schrieben, wie zum Themen­feld Büro­ein­richt­ung. Hier ging es regel­mäßig auch um das Thema gutes Design im Büro.

Von Haus aus ist Dr. Sebastian Klöß Germanist und Histor­iker. Er hat in Tübingen Neuere Deutsche Literatur­wissen­schaft sowie Neuere und Neueste Geschichte studiert und an­schließend an der HU Berlin seine Doktor­arbeit in Ge­schichte ver­fasst. In ihr hat er den Notting Hill Carnival in London unter­sucht und dabei ins­beson­dere heraus­ge­arbeitet, welche Bedeutung dieses Fest ab der Mitte des 20. Jahrhunderts für die Aus­hand­lung des Eigenen und des Anderen inner­halb der afro­karibischen Com­munity in London sowie zwischen afro­karibischer Com­munity und weißer britischer Mehr­heits­be­völker­ung hatte. Dabei ging es um Ein­flüsse des trini­dad­ischen Carni­vals, um Reggae und Rasta und das Ent­stehen eines multi­kultur­ellen Groß­britanniens.

LINKS
www.forum-metaverse.de
www.matthewball.vc/all/themetaverse
Neal Stephenson: Snow Crash
Christian Kracht: Eurotrash
Wegweiser ins Metaverse

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Veröffentlichung: 31.10.2022

 
 

115 — Matteo Thun
Der Großmeister

Matteo Thun startete seine Kunst- und Design­karriere als Student an der Salz­burger Sommer­aka­de­mie unter Oskar Ko­kosch­ka und Emilio Vedova. Nach dem Archi­tek­tur­studium an der Uni­versi­tät Florenz gründete er zusam­men mit Ettore Sottsass und anderen Mai­länder Designern das Büro Sottsass Associati und die Memphis Gruppe. 1983 wurde Matteo Thun als Pro­fes­sor für Produkt­design und Keramik an die Wiener Uni­versi­tät für ange­wandte Kunst be­rufen. 1983 gründete er sein eigenes Studio in Mai­land und 2001 Matteo Thun & Part­ners. Das Archi­tek­tur- und Design­büro Matteo Thun & Partners (ca. 70 Mit­arbeiten­de) hat seinen Haupt­sitz in Mai­land und be­treibt ein Büro in München.

Die Ent­würfe von Matteo Thun sind von zeit­loser Ein­fach­heit in­spiriert und orien­tieren sich am mensch­lichen Maß­stab. Ästhet­ische Dauer­haftig­keit, techno­logische Lang­lebig­keit und die zukünftige Lebens­dauer von Ge­bäuden und Pro­dukten prägen die Arbeit von Matteo Thun & Partners. Das Unter­nehmen agiert auf inter­natio­naler Ebene und ent­wickelt Projekte in den Be­reichen Hospitality und Health­care, Residen­tial und Office-Design, Retail und Pro­dukt-Design.

Gründer und Art Direktor Matteo Thun leitet eine neue Genera­tion von Archi­tek­ten und Design­ern an, die die gemein­same krea­tive Sprache von Matteo Thun auto­nom ver­wirk­lichen. Von seinen Firmen­sitzen in Mai­land und Mün­chen aus pflegt Matteo Thun weiter­hin ein Archi­tek­tur- und Design­büro, das durch eine zukunfts­orien­tierte Per­spek­tive nach respekt­vollen Lösun­gen sucht und sich auf zeit­loses, lang­lebiges und redu­zier­tes Design fokussiert.

Für seine Architekturprojekte­ und die Ent­wür­fe im Produkt-Design­­ wurde Matteo Thun mit zahl­reichen inter­natio­nalen Preisen aus­ge­zeichnet.

LINKS
Website von Matteo Thun:
www.matteothun.com Websites, die Matteo Thun schätzt:
www.dezeen.com, www.architonic.com

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Veröffentlichung: 24.10.2022

 

114 — Ute Clement
Frauen führen besser

Ute Clement ist Diplom-Psychologin und system­ische Be­rater­in. Bei der Daimler AG war sie mehrere Jahre in leiten­der Position in der Führungs­kräfte­ent­wick­lung und im inter­kultur­ellen Manage­ment tätig. Seit 1995 ist sie selb­ständige Be­rater­in. 2007 hat sie ihr Unter­nehmen Ute Clement Con­sulting GmbH ge­gründet, das heute mit zwei Nieder­lassungen in Heidel­berg und Berlin ver­treten ist.

Sie berät inter­natio­nale Groß­kon­zerne und mittel­ständische Unter­nehmen aller Branchen. Neben ihrer Vortrags- und Publi­kations­tätig­keit zu system­ischer Beratung und Gelingens­faktoren von Ver­änderungs­pro­jekten, arbeitete sie auch als per­sönlicher Coach. 

Nach dem Abitur absol­vierte sie eine Aus­bildung zur Bank­kauf­frau bei der Deutschen Bank AG in Mann­heim, woran sich – nach Auslands­aufent­halten in Frank­reich, England und Indien – ein Studium der Wirt­schafts­pädagogik und Theater­wissen­schaft an der Uni­versi­tät Erlangen-Nürn­berg sowie ein Studium der Psycho­logie an der Ruprechts-Karl-Uni­versität Heidel­berg, an­schlos­sen. Der Schwer­punkt dabei war die klinische und päda­gogische Psychologie. 

Darauf auf­bauend folgten fort­laufende Kurse u.a. in Familien­therapie am Institut für psycho­analyt­ische Grund­lagen­forschung und Familien­thera­pie in Heidel­berg bei Prof. Dr. Helm Stierlin, Dr. Gunthard Weber, Prof. Dr. Fritz Simon, Dr. Gunther Schmidt u.a. Sie absol­vierte Trainings in NLP bei Dr. Brigitte Gross in Salz­burg und system­ischer Trans­aktions­analyse am Institut für system­ische Thera­pie und Trans­aktions­ana­lyse in Wies­loch bei Dr. Bernd Schmid. Aus­bildung in system­ischer Organi­sations­be­ratung bei der Inter­natio­nalen Gesell­schaft für system­ische Therapie e.V. Heidelberg (IGST). Aus­bildung in system­ischer Familien­therapie bei Prof. Dr. Fritz Simon mit dem Ab­schluss Systemische Familien­thera­peutin. Sie ist Lehr­beraterin, Lehr­supervisorin, Lehr­coach mit Zertifizierung der System­ischen Gesellschaft.

Sie ist Mit­glied des European Network of Female Entrepre­neur­ship Ambas­sadors und Vor­bild­unter­nehmerin der Initi­ative FRAUEN unter­nehmen – des Bundes­minis­teriums für Wirt­schaft und Energie.

LITERATUR
CLEMENT, Ute, Frauen führen besser: Wahrnehmungs­hilfen für Männer (und Frauen), Carl Auer Verlag, Heidelberg, 2022
CLEMENT, Ute, Wandel in Organi­sationen – Über Roadmaps, Helden­reisen und Saft­pressen. Reihe Leben.Lieben.Arbeiten. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen, 2019
CLEMENT, Ute, Kon-Fusionen: Über den Umgang mit inter­kultur­ellen Business-Situationen, Carl Auer Verlag, Heidelberg, 2011

LINKS
Website von Ute Clement

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Veröffentlichung: 17.10.2022

113 — Nina Sieverding und Anton Rahlwes
FORM FRAGEN 02
Boisbuchet / Vienna Design Week

Nina Sieverding und Anton Rahlwes, die Chef­redak­teur­*innen der form, im Ge­spräch mit Georg-Christof Bertsch. In der zweiten Folge von „form fragen“ reden wir mit der Chef­re­dak­tion der Zeit­schrift form über den inter­natio­nalen Design-Workshop in Bois­buchet, über die Vienna Design Week und das neue form-Heft zum Thema Luxus. Der Indien-Deutsch­land-Artikel von Poonam Choudh­ry hat Georg sehr bewegt. Nina und Anton haben das Inter­view mit der ukra­inischen Mode­macher­in Julie Pelipas als inten­sive Sache wahr­genom­men. Es geht also, wie immer beim „form fragen“, um den Blick auf aktuelle Design­ereig­nisse.

Die form ist eines der tradi­tions­reichsten Design­medien der Welt. Das „Zentral­organ der deutschen Design­szene“ kommt aus dem Print. Wir alle sind mit ihr auf­ge­wachsen. Sie er­scheint seit 65 Jahren! Der DDCAST ist eines der jüngsten Design­medien der Welt. Unser kleiner Podcast ist ein digital native.

LINKS
Domaine de Boisbuchet
form
Vienna Design Week

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Veröffentlichung: 12.10.2022

 

112 — Helge Aszmoneit
Die Design-Bibliothekarin

Helge Aszmoneit hat Biblio­theks­wesen studiert und leitet seit 1987 die Biblio­thek und den Be­reich Information Services beim Rat für Form­gebung/German Design Council. Dort ver­ant­wortet sie alle biblio­thekar­ischen Auf­gaben wie Bestands­auf­bau, die for­male und inhalt­liche Er­schließ­ung sowie die Ver­mitt­lung dieser Inhalte an alle am Design Inter­es­sierten. Das im Laufe der Jahr­zehnte auf­ge­baute Wissen über Design und dessen Quellen sowie das eigene Netzwerk fließen in die Infor­mations­ver­mitt­lung bei Berat­ungen und um­fang­reichen Re­cher­chen für interne und ex­terne An­fragen ein. Sie war und ist Dozen­tin für Semi­nare, Vor­träge und Lehr­auf­träge an Design-Hoch­schulen zu den Themen „Design­geschichte“ und „Recherche im Design“. Beim Rat für Form­gebung be­treute sie über viele Jahre auch andere Pro­jekte, zum Bei­spiel die Kon­zeption und Durch­führ­ung von Design-Wett­be­werben, ins­be­sondere im Nach­wuchs­bereich. In einem privaten Forschungs­pro­jekt unter­sucht sie der­zeit die Ent­steh­ungs- und Ent­wicklungs­historie inter­natio­naler Design-Aus­zeich­nungen.


Diese Folge des DDCAST ist in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Frankfurt zu den Themen rund um Design for Democracy entstanden.



LINKS
Rat für Formgebung / Bibliothek
Verbund der Frankfurter Museumsbibliotheken
Bibliotheken sind wichtige soziale Orte, gerade in Krisen­zeiten! In seiner aktuellen Stell­ung­nahme fordert der Deutsche #Bibliotheks­ver­band e.V. Bund, Länder und Kommunen auf, Biblio­theken trotz steigender Energie­preise geöffnet zu halten. Ziel muss die best­mögliche Aus­nutz­ung der Bibliotheks­infra­struk­turen und -räume ins­be­son­dere für die gesellschaftlichen Gruppen sein, die in der Krise auf öffent­liche Hilfe angewiesen sind. Weitere Informationen
SWB BSZ Verbund
K10plus Verbund (SWB BSZ + GBV)
Über Designliteratur

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Veröffentlichung: 10.10.2022

 

111 — Kollektiv Plus X (Ezra Dilger, Marvin Schwark u.a.)
Mobiles Forum für direkte Demokratie

Ezra Dilger (*1986) ist gelernter Tischler und Erlebnis­päda­goge, Vater zweier Kindern und seit 2021 MA Industrie­design. Er studierte seit 2014 an der Burg Giebichen­stein in Halle (Saale) und machte neben Projekten in Süd­afrika und auf La Palma ein Auslands­semester am Hyper­werk an der FHNW in Basel. Momentan macht er seinen zweiten Master an der HBK Saar im Studien­gang Public Art/ Public Design. 2016 gründete er mit Benno Brucksch das Keramik 3D Drucklabor „druckwerk“. Seit 2017 ist er Mit­glied des „Kollektiv Plus X“, in dem er die meisten seiner Projekte realisiert. Seine Projekte wurden unter anderem an der DDW in Eind­hoven und dem GRASSI Museum Leipzig aus­ge­stellt und in Fach­zeit­schriften wie der Monopol und der Page abge­druckt. Er erhielt ver­schiedene Preise, darunter den GRASSI Nach­wuchs Design Preis, Social Design Award und Hessischer Staats­preis Univer­selles Design, Social Design Award der German Design Graduates 2022.

Marvin Schwark (*1989) studierte Raum­plan­ung an der TU Dortmund. Schon im Studium lag der Fokus auf Bottom-Up Bewegun­gen und Formen des DIY-Urbanis­mus. 2015 wechselte er seinen Wohn­sitz nach Leipzig wo er Geschäfts­führer des Raum­planungs­büros tri:polis wurde. In diesem werden partizi­pative Pro­jekte im Bereich der Stadt­ent­wick­lung umge­setzt. 2016 ist Marvin Schwark Mit­be­gründer des Kollektiv Plus X e.V.

Kollektiv Plus X (gegründet 2016) Unsere Projekte bewegen sich an der Schnitt­stelle von Kunst, Raum­planung, Design und Sozialer Arbeit. Urbane Inter­ventio­nen, die den öffent­lichen Raum als Bühne be­greifen und für eine lebendige Stadt­kultur ein­stehen. Wir finden uns für jedes Projekt neu zusam­men, forcieren Ko­opera­tionen und setzen auf eine größt­mög­liche Teil­habe in der Projekt­umsetzung.


Diese Folge des DDCAST ist in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Frankfurt zu den Themen rund um Design for Democracy entstanden.



LINKS
Website des Kollektiv plus X 
Instagram-Präsenz des Kollektiv Plus X
Raumlabor
Halle Burg Giebichenstein

LITERATUR
www.jovis.de
www.onoff.cc

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Veröffentlichung: 03.10.2022

110 — Hermann August Weizenegger
Der philharmonische Designer

Hermann August Weizenegger ist ein bedeuten­der deutscher Design­er. Er hat ein um­fang­reiches Werk ge­schaffen und als Design-Aktivist, Mit­gründer von Insti­tuti­onen wie dem Design­mai Berlin oder den German Design Gradu­ates sowie als Profes­sor ganze Gener­ationen von Designer­*innen mit geprägt. Nach Ab­schluss einer Aus­bildung zum Textil-Einzel­handels­kauf­mann studierte Weizen­egger von 1987 bis 1992 Industrie­design bei Hans Roericht an der Hoch­schule der Künste Berlin. An­schließend war er ein Jahr freier Mit­arbeiter bei der Produkt­ent­wick­lung Roericht in Ulm. 1993 gründete er mit Oliver Vogt das Büro Vogt und Weizen­egger in Berlin. Hier entstand unter anderem das do-it-yourself-Möbel­projekt Blau­pause oder der Sinterchair, der in mehreren Samm­lungen ver­treten ist, wie dem Vitra Design Museum in Weil am Rhein, der Neuen Samm­lung in München, dem Marta Herford und dem Palais Schönborn in Wien. 2018 wurde der Stuhl auch als Minia­tur in die Samm­lung des Vitra Design Museums auf­ge­nom­men. Ein bekanntes Projekt ist außerdem das von ihnen kuratierte DIM–Die imaginäre Manufaktur in Zusam­men­arbeit mit der Blinden­an­stalt Berlin. Hier ent­standen neue Produkte mit zahl­reichen Design­ern wie u. a. Kon­stantin Grcic, Matali Crasset, Marti Guixé und Stephen Burks. Das Designer­duo arbeitete für Marken, wie Möve, Authentics, Rosenthal, Häberlein & Mauerer, Intel, WMF/Auerhahn, Sony Music, Viag Interkom, Mandarina Duck, Sigg und der Blinden­anstalt von Berlin. Die Hotel­lobby und Bar vom Ku’Damm 101 aus dem Jahre 2001 gilt als eine der Gestaltungs­ikonen der Nuller­jahre. Das Büro löste sich nach 16 Jahren auf.

Weizenegger ist eines der Gründungs­mit­glieder des Design­mai (2003–2007), der Platt­form für Berliner Design, an dessen inhalt­licher Aus­richtung und Organi­sation er fünf Jahre maß­geb­lich beteiligt war. Er ist zudem Mit­be­gründer der German Design Graduates Initiative mit Ineke Hans (UDK Berlin), Mark Braun (HBKsaar) und Katrin Krupka im Jahr 2019.

Sein Atelier HAW ist thematisch mit künstler­ischen Pro­jekten in Aus­stel­lungen ver­treten, mit Digital Couture (2009) in der Appel Design Gallery sowie in Gruppen­aus­stellungen wie Vase vers Vases (2009) in der Design­galerie Helmrinder­knecht in Berlin, Null­punkt im Marta Herford, im Museum für Ange­wandte Kunst Köln in Köln mit Isn’t it romantic? (2012). Neben der Produkt­gestaltung arbeitete Weizen­egger auch an inter­diszi­pli­nären Pro­jekten, wie der Roboter­perfor­mance Valse Auto­matique, die im Kuns­traum MADE (2010) auf­ge­führt wurde. Eine von Weizen­eggers ersten öffent­lichen Installa­tionen war im selben Jahr das Projekt Felsen­land für den Berliner Techno­club Berg­hain. Aufsehen und Irri­tation erregte er mit dem Projekt Hotel Dresden, bei dem er eben­falls 2010 zusam­men mit Manu­fakturen an der Rekon­struktion eines Jugend­stil­inventars arbeitete, das in den Räumen der Berliner Kunst­galerie Haubrok­shows ge­zeigt wurde. Neben dem Thema der Narra­tion be­schäftigten sich seine Atelier­arbeiten mit der Frage der nach­haltigen und subver­siven Serien­pro­duktion, wie beim Projekt Merk­würdig­keiten des Sehens, einer umfang­reichen Mode­kollek­tion für Damen und Herren. 2013 ent­stand in der Folge die zweite narra­tive Kollektion Der Prinz von Amundo, die unter anderem geschlif­fene Kristall­glas­objekte der Glas­manu­faktur Theresien­thal und Seiden­teppiche von Rug Star beinhaltet.

Im Sommer 2015 inszenierte er die Aus­stellung „Die falsche Blume“ für das Dresdner Kunst­gewerbe­museum im Schloss Pill­nitz. 2017 ver­öffent­lichte er in Zusammen­arbeit mit Sandra Pravica das Buch „Design Kosmos“, eine Sam­mlung seiner ersten zehn Projekte.

Atmoism – Gestaltete Atmo­sphären widmete ab September 2020 das Kunst­gewerbe­museum Berlin eine große Einzel­ausstellung. Das Konzept war dem Haus auf den Leib ge­schnitten: Inspiriert von der ›soft­brutalist­ischen‹ Raum­atmo­sphäre der 1967 von Rolf Gutbrod ent­worfenen Archi­tektur des Kunst­gewerbe­museums ent­wickelte er 24 bühnen­bild­artige Inter­venti­onen. Diese ent­falten sich als Skulp­turen, Material­kompo­sitionen und Objekt­insze­nier­ungen wie ein Netz in der Dauer­aus­stellung des Museums. Es ent­stand ein atmo­sphär­ischer Rund­gang, der den Dialog mit dem Museum und seinen Objekten eröff­nete. Im Rund­gang wurden sowohl das Werk des Künst­lers als auch seine gestalt­er­ische Vision zukünft­iger Produkt(ions)-szenarien – irgendwo zwischen Mensch, Hand­werk und mittel­ständischer Industrie – vor­ge­stellt. Die Aus­stellung wurde kuratiert von Claudia Banz.

2011 kura­tierte Weizen­egger die Proto­typenschau Black Box auf der Messe Qubique in Berlin. Er war außer­dem Jury­mit­glied beim Design Recycling Preis und als Kurator u. a. beim Smart Future Mind Award, der Stadt­arbeit der Vienna Design­week, beim DMY-Award 2014 oder dem I-love-Design-Award 2016. 2018 war er Jurymit­glied bei der Hand­werk + Form im Werk­raum Bregenzer­wald, Öster­reich. Die Glas­resul­tate aus Weizen­eggers zwei­­jähriger Zusammenarbeit mit der Glas­manu­faktur Theresien­thal wurden mit dem 1. Preis für Angewandte Kunst 2013 für her­vor­ragende Leistun­gen zum Thema Glas von der Zeug­haus­messe Berlin prämiert. Weizen­­egger wurde 2017 vom Rat für Formgebung zu dem Best of German Interior Design nominiert. 2017 wurde Weizen­egger vom Rat für Form­gebung zu dem „Best of German Interior Design“ nominiert, als einer der 50 renom­miertesten deutschen Designer. Er­schienen im Distanz Verlag. Der Designer arbeitet unter anderem für Marken, wie pulpo, mawa Design, Porcelain­gres, Theresien­thal, ComTür, OUT (Objekte unserer Tage) und der Porzellan­manu­faktur KPM Berlin. Aktuell wurde die Produkt­ent­wicklung „porto – ein Hänge­leuchten­sytem“ mit dem Branden­burger Leuchten­her­steller mawa design mit dem Design­preis Branden­burg 2021 „Preis­träger in der Kate­gorie Produkt­design“ ausgezeichnet.

LINKS
Die Falsche Blume
Atmoism – Gestaltete Atmosphären
Hotel Dresden
Valse Automatique

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Veröffentlichung: 26.09.2022

109 — Alexandra Baum
Forschung. Design. Startup. Familie.

Alexandra Baum ist Designer­in und Unter­nehmer­in. Nach ihrem Mode­design- Studium mit Schwer­punkt kreis­lauf­fähige Textilien und nach­haltige Mode an der HAW Hamburg mit Ab­schluss als Diplom-Design­erin zog es die heute drei­fache Mutter als wissen­schaft­liche Mit­arbeiterin an die Fach­hoch­schule Hann­over, wo sie das For­schungs­pro­jekt EcoMTex „Von der Öko-Nische zum öko­logischen Massen­markt im Be­dürfnis­feld Textilien“ an der Fakul­tät Design betreute. Ihren Karriere­weg setzte die gebürtige Gotha­erin ab 2005 in der Ent­­wick­lung tech­nischer Textil­ien fort. Sie machte sich 2003 mit dem Produkt­ent­wick­lungs- und Design­büro novanex selb­stän­dig. Zu Ihren Arbeiten in der textilen Produkt­ent­wick­lung für Industrie­kunden zählten smarte Textilien, Medizin­tex­tilien und Ent­wick­lungen für Auto­motive. Zum Kunden­kreis zählen neben vielen kleinen und mittel­stän­dischen Unter­nehmen auch Philips, West­falia mobil GmbH oder die Daimler AG. Darüber hinaus war Baum als Design- und Inno­vations-Berater­in aktiv und hielt Gast­vor­les­un­gen an Hoch­schulen. 2013 ent­stand die Idee eines textil­basierten Fahr­rad­schlos­ses, das parallel zu ihrer frei­be­ruf­lichen Tätig­keit ent­wickelt wurde. 2016 gründete Alexandra Baum gemein­sam mit ihrer Kollegin Suse Brand die Texlock GmbH in Leipzig. Kern der paten­tierten Lös­ung des Fahr­rad­schlos­ses tex—lock ist der Einsatz von funktio­nalen Hightech-Textil­fasern, welche die tex—lock Fahr­rad­schlös­ser flex­ibel und weich wie ein Seil machen. Mehrere ver­flochtene Hoch­techno­logie­faser-Ver­bund­schichten über­nehmen unter­schied­liche Funktio­nen für den Schutz vor An­griffen mit Schneid­werk­zeugen und Feuer sowie der Ver­meidung von Lack­kratzern. Schutz vor Säge­angrif­fen wird in der aktuellen Produkt­genera­tion durch den Ein­satz eines speziell gehärteten und flexiblen Stahl­kerns er­reicht. Die Nutz­ung der gesamten Länge und Flexibili­tät beim An­schließen an feste Gegen­stände und Sichern von Anbau­teilen wird durch das soge­nannte „Loop Through Prinzip“ von tex—lock ermög­licht. 2019 kam die markt­reife Ent­wick­lung der multi­funktio­nalen Regen­schutz­be­klei­dung „raijn“ hin­zu. raijn lässt sich in Sekunden­schnelle von einem Parka in einen Over­all ver­wan­deln. Die hoch­wertige Textilie wurde unter dem Motto „whatever the weather“ als täg­licher Be­gleiter für wetter­­unab­häng­ige Fahr­rad­mobili­tät ent­wickelt. Externe Aner­ken­nung fanden die Texlock-Pro­dukte u.a. bei den German Design Award 2018 und 2021, ISPO Award 2019 sowie dem Euro­bike Award in Gold im Herbst 2021. Alexan­dra Baum ist bis heute Mehr­heits­gesell­schafter­in und Geschäfts­führ­erin der Leip­ziger Fahrrad-Acces­soire Manu­faktur Texlock GmbH, die Produk­tion, Ver­trieb und Marke­ting in einer ehe­mali­gen Piano­fabrik in Leip­zig um­setzt und über 30 Mit­arbeiter­*innen beschäftigt.

LINKS
Website von texlock

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Veröffentlichung: 19.09.2022

108 — Michael Conrad
creativity – off the norm

Michael Conrad kann man mit dem Begriff „Werbe­legende“ schlecht fassen. Er ist zwar ein Kreativer, der zahl­lose Kampagnen ge­schaffen hat, die über Jahr­zehnte wirkten, aber er ist vor allem ein krea­tiver Denker und Macher. Ihm geht es um Krea­tion im ganz um­fassen­den Sinne: kreative Wer­bung, kreative Ge­stalt­ung, kreative Unter­nehmens­führ­ung, kreative Ent­wicklung von Talenten, kreative Ent­wicklung neuer Organi­satio­nen. Unser Ehren­mit­glied des Deutschen Designer Club steht insofern genauso für die Vergan­gen­heit der Kreativ­branche wie für deren Zukunft.

So beschreibt sich Michael Conrad: „In Leipzig geboren, mit Mutter in den Westen ge­flüchtet. Damals waren sieben Millionen Flücht­linge unter­wegs. Wir haben im Raum Frank­furt gelebt, später in Berlin, Lübeck oder Düssel­dorf. Sobald meine Mutter einen besseren Job fand, sind wir umge­zogen. Dadurch sind wir sehr be­weglich ge­worden. Mittel­schule und Berufs­aus­bildung zum Industrie­kauf­manns­ge­hilfen abge­schlossen. Zwei Jahre Ver­kaufs­ver­treter für eine Druckerei, Akquisi­teur für eine Fremden­verkehrs­publi­kation mit journa­listischer Tätig­keit, Reise­organisator für König Ibn Saud und sein Ge­folge, Texter bei Young & Rubicam, Texter und später Kreativ Director bei Ogilvy & Mather, Mit­gründer der Werbe­agentur TBWA Frankfurt, Lürzer, Conrad Frankfurt, Michael Conrad & Leo Burnett Frankfurt. 1986 hat Leo Burnett mir ange­boten, als Präsident und inter­natio­naler Creative Director ins Head­quarter zu kommen. Ich zog mit meiner Familie nach Chicago. Später wurde ich welt­weiter Chief Creative Officer der ganzen Gruppe und gehörte zum engen Führungs­kreis. Nach der Werbe­karriere Mit­gründer der Berlin School of Creative Leadership.“

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Veröffentlichung: 12.09.2022

107 — Hannah Helmke
1,5° Celsius und 100% Powerfrau

Hannah Helmke ist Gründerin und CEO des Climate-Tech-Unter­nehmens right. based on science, kurz: right°. Ihr Fokus auf wirt­schaft­liches Handeln in unserer vom Klima­wandel betroffenen Welt ist das Ergeb­nis der Kombi­nation ihrer beiden akadem­ischen Diszi­plinen: Psycho­logie und Inter­natio­nal Business. Hannah folgt ihrer festen Über­zeug­ung, dass ein wissen­schaft­lich fundierter Ansatz der beste Weg ist, um das emotio­nal auf­ge­ladene Feld der Klima­strate­gie von Unter­nehmen zu be­wältigen. Bevor sie right° gründete, arbeitete sie für den IT-Dienst­leister BridgingIT und die Deutsche Post DHL Group. Dort er­forschte sie die Poten­ziale der Digitali­sierung zur Erreich­ung von Nach­haltig­keits­zielen und arbeitete an der Ein­führ­ung von wissen­schafts­basierten Zielen als Berichts­instru­ment. Unter ihrer Leitung erhielt right° den renom­mierten Next Economy Award 2020 und sie selbst wurde mit dem Digital Female Leader Award 2020 in der Kategorie „Nach­haltig­keit“ sowie mit dem „Female Founders Award“ der AmCham Germany 2021 ausge­zeichnet.

LINKS
Website von right°
Video-Kurzerklärung von Hannahs Ansatzes
Pitch-Seite des Unternehmens
Hannah Helmke auf einem Panel der Welt am Sonntag
Über die Entstehung des Unternehmens und die aktuellen Hürden 
Hannah Helmke wurde vom Handelsblatt als eine der 50 Top-Unternehmerinnen Deutschlands gekürt

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Veröffentlichung: 05.09.2022

106 — Stefan Weil
create curate collaborate

Skorpion. 1963 in Bad Homburg geboren. Meine Lauf­bahn als Gestalter begann mit der Cover­gestaltung für die eigene Band »Neue Mode«. Es folgten Fan­zines und Magazine wie »Der Fürst« und »Das Herz«. All dies mündete in einem ersten Job bei Meiré und Meiré (»Design ist Orientierung«) als Grafik­assistent. In der frühen Selbst­ständig­keit mit »LAW« (Laarman und Weil, Lust, Arbeit, Wahrheit) wurde ich erst­mals mit der digitalen Trans­formation kon­fron­tiert. Als Unter­mieter beim ersten Mac-Händler im Rhein-Main-Gebiet tauschte ich rasch den Rapido­graph und das Skalpell gegen Mac Paint aus. Meine Rolle als Grafiker bei Tassilo von Grolman prägte mein holist­isches Design­ver­ständ­nis. Es folgte die Karriere in globalen Agentur­netz­werken wie Saatchi & Saatchi, TBWA und Leo Burnett. Bei »Leo« leitete ich eine eigene Unit für »Experience Marketing«. Geprägt von der lang­jährigen Tätig­keit für die Marke Marlboro. Einer­seits die content platform »Marlboro Network, The Pulse of America«, in der ich Kreativ­direktor und Trend­scout/Cool Hunter in Personal­union sein durfte sowie der Forschung an dem »Brand Recognition Code« der Marke. Eine globale Studie mit Designers Republic, Pentagram, Tomato und David Carson bildete deren Basis. Mit dem »Lab01«, einem Zukunfts­pavillon an der Schnitt­stelle aus Science und Pop­kulturen für DaimlerChrysler auf der Expo 2000 fand sich 1999 schließlich meine gestalterisch wirkungs­vollste Heimat bei und für Atelier Markgraph. Von 2001 bis 2003 wechselte ich zu J. Walter Thomson, leitete dort Teile der Kreation als CD sowie die Tochter­firmen für Experiences »Thompson Live Communication« und den Design­satelliten »Thompson Brand Design«. Die viel­schichtige »MultiChannel« Ein­führ­ung der Marke Becks Gold war ein High­light. Sowie medien­über­greifende Arbeiten für AEG, Rolex und den Online­broker der Spar­kassen­gruppe. 2003 kehrte ich schließlich zu »AM« (Atelier Markgraph) zurück. Seit 2005 Geschäfts­führer und seit 2016 nun auch Mit-Inhaber und somit Gesell­schafter. Viel­schichtige Projekte in Corporate und Culture sind weiterhin mein Antrieb.

LINKS
James Wallman „Time and how to spend it“
Christoph Grünberger „The Age of Data“
Rainald Goetz „Rave“
Peter Zumthor „Atmosphären“
Tom Dixon „Rethink“

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Veröffentlichung: 29.08.2022

105 — Lena Jüngst
Zukunftslabor Gastronomie

Die Designer­*innen Lena Jüngst und Tim Jäger haben mit ihrem Team das heute inter­natio­nal tätige Unter­nehmen air up auf­ge­baut. Die beiden trafen sich 2016 bei ihrem Produkt­design-Studium an der HfG Schwäbisch Gmünd. Mittler­weile hat air up Starter-Sets im sieben­stelligen Bereich ver­kauft und be­schäftigt über 200 Mit­arbeiter­*innen. Lenas Team hat beim 50 Next in Bilbao einen Preis für Tech-Disruption gewonnen.

Wir haben Lena aber nicht wegen ihres Preises in den DDCAST ein­ge­laden, sondern weil sie einen euphor­ischen LinkedIn-Post abge­setzt hat, in dem sie die jungen Köch­*innen, Aktivist­*innen, Gastro­nom­*innen feiert, die sie bei den 50 Next-Awards in Bilbao kennen­gelernt hat.

Beim 50 Next geht es um die führenden jungen Köpfe in Gastrono­mie, Land­wirt­schaft und Lebens­mittel-Ver­arbeit­ung. Leute, die nach­halt­ige Lebens­mittel, faire Restau­rants, eine neue Kuli­narik ent­wickeln. Leute sehr krit­ische Fragen stellen und disku­tieren. Eben jene 20–30-jährigen, die Lena in Bilbao, auf dem, wie sie sagt „am meisten inspirieren­den Event, an dem sie jemals teil­ge­nom­men hat“, traf. Von diesen Macher­*innen können wir im Design wirk­lich massig lernen – über Nach­haltig­keit, über Inno­vation und über agiles Experimen­tieren.

LINKS
Liste der Prämierten der 50 Next in Bilbao
Preisverleihung in Bilbao

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Veröffentlichung: 22.08.2022

104 — Sandra Groll
Design: Zwischen Kontingenz und Notwendigkeit

Alles könnte anders sein. Das ist der Titel eines wichtigen Buchs von Harald Welzer. Und es gibt Dinge, die not­wen­dig sind. Aber was hat Design mit Kontin­genz und Not­wendig­keit zu tun?

Dr. Sandra Groll ist Design­wissen­schaft­lerin, System­theo­retikerin und Design­erin. Sie studierte an der hfg Karls­ruhe und promo­vierte 2020 an der HfG Offen­bach. Ihre Promotions­schrift erschien 2022 bei trans­script unter dem Titel „Zwischen Kontin­genz und Not­wendig­keit. Zur Rolle des Design in der Gesell­schaft der Gegenwart.“ 

Von 2016 bis 2018 war sie Ver­tretungs­pro­fes­sorin für System­design an der Kunst­hoch­schule Kassel. Seit 2010 lehrte sie an ver­schiedenen Uni­versi­täten im In- und Aus­land, unter anderem an FH Potsdam, FH Biele­feld, Freie Uni­versi­tät Bozen, HfK Bremen, Zhejiang Wanli University Ningbo, Design Factory Inter­natio­nal und Brand Uni­versity Ham­burg. Sie forscht zum Thema Design und Gesell­schaft und arbeitet gegen­wärtig an einem Publi­kations­pro­jekt zu relatio­nalen Ge­staltungs­methoden. Neben ihrer aka­demischen Tätig­keit ist sie als freie Beraterin in der Kreativ­wirt­schaft tätig. Seit 2017 ist sie Mit­glied des Heraus­geber­rats „BIRD ­– Board of Inter­national Re­search in Design“ im Birk­häuser Ver­lags und Mit­heraus­geberin der gleich­namigen Reihe und Co-host der „NERD-New Experi­mental Research in Design“- Konferenzen.

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Veröffentlichung: 15.08.2022

103 — Nina Sieverding und Anton Rahlwes
FORM FRAGEN 01
Salone Del Mobile 2022

Die Zeitschrift form und der DDCAST arbeiten zusammen.

Ab sofort gibt es im DDCAST „form fragen“-Extra­aus­gaben. Nina Sieverding und Anton Rahlwes, die Chef­redakteur­*innen der form, im Gespräch mit Georg-Christof Bertsch. Es geht um den Blick auf aktu­elle Design­ereig­nisse. In diesem Fall ein Rück­blick auf den Salone del Mobile in Mailand.

Die form ist eines der traditions­reichsten Design­medien der Welt. Das „Zentral­organ der deutschen Design­szene“ kommt aus dem Print. Wir alle sind mit ihr auf­ge­wachsen. Sie er­scheint seit 65 Jahren! Der DDCAST ist eines der jüngsten Design­medien der Welt. Unser kleiner Pod­cast ist ein digital native.

Was haben wir gemein­sam? Nun, wir mögen uns. Und wir haben eine ähn­liche Vor­stell­ung von Quali­tät und der Rele­vanz sehr sorg­fält­iger Arbeit. Nina Siever­ding, form: „Für uns ergibt die Zusam­men­arbeit mit einem rein digitalen Medium, das mit einem viel schnelleren Rhyth­mus arbeit­et, Sinn. Der DDCAST er­scheint pünkt­lich zum Wochen­start. Wir da­gegen nehmen uns viel Zeit und er­scheinen alle drei Monate. Das mag in der Ära von Social Media kontra­intui­tiv wirken. Aber wir glauben an die sinn­lichen Quali­täten von beson­deren Papieren, Farben, Haptiken und auch Inhalten.“

Anton Rahlwes, form: „Unser Leit­medium in der form-Medien­familie ist Print. Print gehört – mittler­weile – zu den lang­sam­sten Medien. Wir drehen jedes Wort drei­mal um, bevor wir es drucken. Krit­ischer Design­jour­nalis­mus steht bei uns an erster Stelle – und der Erfolg der letzten Zeit gibt uns Recht. Dafür sind wir dank­bar. Unser Prin­zip einer offenen und dis­kur­siven Kom­muni­kation bekräft­igen wir mit der DDCAST-Ko­operation.“

Rainer Gehrisch, DDCAST: „Ich freue mich sehr, dass die Zusam­men­arbeit zustan­de gekom­men ist. Wir haben vor zwei Jahren mit dem Cast ange­fangen und wussten wirk­lich nicht, wo das hin­geht. Dass der DDCAST eine der­artige Repu­tation und Reich­weite auf­bauen würde, war nicht ab­seh­bar. Nach dem Rat für Form­gebung und den German Design Graduates arbeiten wir nun auch mit der Design­zeit­schrift form fest zusam­men. Das ist wirk­lich schön.“ Georg-Christof Bertsch, DDCAST: „Unser Redaktions­kon­zept folgt drei Richt­linien: 1. Vielfalt, Vielfalt, Vielfalt. 2. Radikal gendern, Diversität feiern, Alters-Dis­kri­minierung ent­gegen­arbeiten. 3. Neues aus­pro­bieren. Experimen­tieren. Deshalb bringen wir neben Design-Super­stars auch un­be­kannte Gestalter­*innen, die keinen Stein auf dem anderen lassen. Wir bringen Wissen­schaftler­*innen und Öko­nom­*innen. Das alles sind massive Ein­fluss­fak­toren auf die Zukunft des Designs. Der Start der Zusammen­arbeit mit der form ist für mich ein bewegender Moment.“

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Veröffentlichung: 08.08.2022

102 — Alexis Dornier
Tektonische Innovation auf Bali

Alexis Dornier wurde 1981 in Deutsch­land geboren, wo er unter dem ständigen Ein­fluss der Luft­fahrt­indus­trie auf­wuchs. Er ent­stammt einer Indus­triellen- und Ingen­ieurs-Familie. Alexis studierte Archi­tektur an der Uni­versi­tät der Künste in Berlin und zog an­schließend nach New York City, wo er zwischen 2004 und 2007 als Architektur­designer für Asymptote Architecture, OMA-NY und Rex arbeitete.

Das Jahr 2013 markierte eine radikale Verän­derung in seinem Leben und seiner Karriere, als er be­schloss, sein west­liches Leben hinter sich zu lassen und nach Ubud auf Bali umzu­ziehen, wo er begann, als Berater für lokal ent­worfene und ge­baute Architektur­pro­jekte zu arbeiten. Was als archi­tek­ton­ische Beratung be­gann, ent­wickelte sich schnell zu ganz­heit­lichen, un­ab­hängigen eigenen Projekt­ent­würfen mit einer schnell wachsen­den An­zahl von Arbeiten in der balinesischen Land­schaft. Dornier ist jetzt in Ubud ansässig und arbeitet sowohl lokal als auch inter­natio­nal an einer Mischung aus Wohn- und Gewerbeprojekten.

Die Philosophie hinter der Archi­tektur von Alexis Dornier besteht darin, für jede architek­tonische Gestaltungs­auf­gabe Gestaltungs­methoden zu kombi­nieren und neu zu formu­lieren. Eine archi­tek­tonische Auf­gabe ist ein eigener Fall, eine eigene Sache, ein eigenes Pro­blem und eine eigene Ange­legen­heit. Eine Reihe von Regeln bilden eine logische und um­fassende Ent­wurfs­er­zählung, die zu Effizienz und einem starken Aus­druck unserer gebauten Umwelt führt.

Seine architek­tonischen Projekte ver­suchen, eine Design­ästhetik zu formu­lieren, die zwischen Elementen des tropischen Modernis­mus und der Industrie­archi­tektur ver­mittelt, mit einem zu­grunde liegenden Streben nach formaler und tek­tonischer Inno­vation. Diese Entwurfs­ästhetik wird durch einen itera­tiven Entwurfs­pro­zess und eine sorg­fältige Aus­wahl lokal ver­füg­barer natür­licher Materi­alien reali­siert, die räum­lich so kompo­niert sind, dass sie auf den Stand­ort und die natür­liche Um­gebung, in der sie stehen, reagieren.

Tektonik ist im Wesent­lichen die Tätig­keit, die das Bauen zu einer Form der Kunst erhebt. In dieser Hin­sicht werden die Projekte von Alexis Dornier durch struktur­elle und formale Erkundungen ange­trieben, durch den Wunsch des Studios, die Grenzen seiner eigenen tropisch-tektonischen Sprache zu er­weitern. Dies geht Hand in Hand mit dem Be­streben, die Erfahr­ung der Land­schaft durch architek­ton­isches Design zu ver­stärken.

Die Projekte des Studios werden in den tropischen, bewaldeten Hügeln von Ubud, dem kultur­ellen Epi­zent­rum Balis, ent­worfen. Archi­tek­tur in den Tropen und ins­beson­dere an einem Ort wie Bali zu prakti­zieren, inspir­iert uns täg­lich und erinnert uns daran, lang­samer zu werden und die Bedeut­ung von Gleich­ge­wicht und Wohl­befin­den zu schätzen.

Mit einem Team von talentierten, enga­gierten Archi­tekten und Design­ern ist das Studio be­strebt, neue Typo­logien, Formen und Struk­turen zu erfor­schen und dabei von dem reichen Erbe und dem in der lokalen Tradi­tion verank­erten Know-how zu lernen.

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Veröffentlichung: 01.08.2022

101 — Franziska Ratsch und Oliver Grande
Partizipative Raum-Gestaltung

Franziska Ratsch ist Archi­tekt­in und Spezialist­in für nutzer­zentrierte Innen­archi­tektur. Sie konzi­piert und ent­wickelt Arbeits­umgeb­ungen, die wirk­same Zusam­men­arbeit er­mög­lichen. Sie ist ver­ant­wort­lich für Design­kon­zepte und Work Hacks, die ein all­gemein­es Ver­ständ­nis für die Nutz­ung des Raumes durch­setzen. Durch ihre lang­jährige Arbeit bei der BREAD&butter und Zalando ist sie darin ge­schult, in­spirieren­de und intui­tiv funktio­nierende Arbeits­welten für ihre Kunden zu schaffen. Sie ver­fügt über ein großes Netz­werk zu Archi­tekten, Interieur Designern und Möbel­her­stellern, womit auf wirk­lich jeden Kundenwunsch ein­ge­gan­gen werden kann. Sie ist immer neu­gier­ig auf ihre nächste Auf­gabe und stark darin, Lösun­gen auf hohem Design­niveau und Funktio­nali­tät zu finden und diese mit einem hohen Grad an Verant­wort­lich­keit umzu­setzen. Franziska denkt groß und handelt schnell, wenn es darum geht, Veränder­ungen zu schaffen. Studium mit Diplom­ab­schluss Dipl. Ing. der Archi­tektur, Beuth Hoch­schule, Berlin / Aus­bildung zur Bau­zeich­nerin, Bremen / Ver­schiedene Projekte (Joint Venture, Auftrags­arbeit) mit dem Hasso-Plattner-Institut / Ver­schiedene Produkt­ent­wicklungs­pro­jekte mit Möbel­her­stellern (firmen­eigene Möbel­linien, tempor­äre Fassaden­strukturen) / F­ortbildung Prince 2, AXELOS / Weiter­bil­dungen zum Thema 360-Grad Feed­back, Zeit­manage­ment, Projekt­manage­ment. Ihr Hinter­­grund ist: Drei Jahre Erfahrung im Bereich Archi­tektur, Wohnungs­bau / BREAD&butter: Acht Jahre Erfahr­ung im Be­reich tem­poräre Archi­tektur und Messe­bau bei Zalando: Fünf Jahre Erfahr­ung im Bereich Projekt­leitung Konstruk­tion und Ent­wicklung von Büro­gebäuden, Interieur Design und Ent­wicklung einer nutzer­zentrierte Arbeits­um­gebung für Mit­arbeiter aus ver­schiedenen Berufs­feldern, sowohl „white“ als auch „blue collar“ / Sankt Oberholz Consult­ing, Arbeits­welt­raum: Mehrere Jahre Berufs­erfahrung auf strategisch / konzeptio­neller und operativer Ebene / Grün­derin von Bimba Pepa – Furni­tecture for Kids and Kidults. Ihre Arbeits­schwer­punkte liegen in Ver­änder­ungs- und Trans­formations­pro­zesse (Lean Change Approach, Prototyping, Intergration der Mitar­beiter in einen Veränderungs­prozess) / Neue Organisations­designs, Arbeits­welten und -formen (Aktivitäts­bezogenes Arbeiten, Remote Work, andere Orte wie Home Office und Co-Working) / Nutzer­zentrierte Arbeits­umgebung­en (Unter­nehmens­werte, Mitar­beiter­befragungen) / Optimierungs­potential im Raum durch minimale Ver­änder­ungen des Nutzer­ver­haltens / Ein­führ­ung neuer tätig­keits­bezogener Möbel­konfigur­ationen / Arbeit­geber­marken­führung und -kommuni­kation (Spatial Branding, Location Branding, Employer Branding, Aktivierungs­kom­muni­kation) / Nutzer­be­fähigung durch Work­shops & Trainings.

Oliver Grande: Nach mehr als 15 Jahren in der Möbel- und Interior Design-Branche in ver­schieden­sten Organi­sations­typen, vom straff hier­ar­chischen Handwerks­be­trieb seiner Lehr­jahre über den Mittel­stand und einem selbst­organi­siert arbeiten­den Beratungs­unternehmen, ist er zu der Erkennt­nis gekom­men, dass Menschen sich nicht an Büros an­passen sollten, sondern Büros an Menschen. Schon immer ging es ihm um den Mehr­wert, den Räume ihren Nutzer­*innen geben können. Heute arbeite er noch stärker als Über­setzer, Kommuni­kator und Impulsgeber, der Raum und Kultur von Unter­nehmen ver­bindet und Orientier­ung bietet, um Büros zu Orten zu machen, die neuen An­sprüchen gerecht we­rden. Für Arbeits­orte, die dem „Permanent Beta“ der Arbeits­welt nach­haltig gewachsen sind, be­ständig wandelnde Struk­turen und Prozesse tragen, auf das Geschäfts­modell abge­stimmt sind, Zusammenarbeit fördern, das Poten­zial haben, Indi­­­vi­duen und Unter­­nehmen zu einen, Identität stiften und viel Zukunft ver­sprechen. Es geht ihm darum­, Orte zu schaffen, die neuer Arbeit würdig sind! Genießt die Energie, die aus kreativer Zusam­men­ar­beit, zwischen­mensch­lichem Aus­tausch und gemein­samen Zielen ent­steht. Er ist immer auf einer Mission und glaubt daran, dass der Status quo vor allem dazu da ist, hinter­fragt zu werden.

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Veröffentlichung: 25.07.2022

100 — Diana Tayo Osobu
Colour & Character

Diana Tayo Osobu ist Color & Trim Designerin, das heißt, sie beschäftigt sich mit dem, was man am Fahr­zeug Exterior und Interior sen­sor­isch wahr­nehmen kann. Nach ihrem Abitur am Elisa­bethen Gym­nasi­um in Frankfurt am Main studierte sie Wirt­schafts­wissen­schaften an der Guten­berg Uni­versi­tät, Mainz und arbeitete als Werk­studentin, später als stell­vertretende Abteilungs­leiter­in, bei DuPont de Nemours Electro­nics in Bad Hom­burg. Mittels eines Prakti­kums als Junior Art Direc­torin bei J.W. Thompson Werbe­agen­tur in Frank­furt sattelte sie in das krea­tive Fach über. Sie studierte Industrie­design und arbeitete gleich­zeitig als freie Mit­arbeiter­in bei der Mazda Motor Cor­por­ation in Ober­ursel im CMF Design und schloss ihr Studium an der Hoch­schule für Gestalt­ung, Offenbach ab.

Nach Ihrem Studi­um startete sie in der VW-Welt, im Design Center Europe der Volks­wagen Group in Sitges bei Barce­lona, in der es im Design Center Pots­dam der Volks­wagen Group weiter­ging, bis sie als Color & Trim-Design­er­in für die Luxus­marke des VW-Kon­zerns Bugatti tätig war. 2007 wech­selte sie als CMF Design Manager­in in das Hyundai Motor Europe Technical Center, Rüssels­heim, wo sie seit 2014 bis heute als CMF Senior Manager Europe des Hyun­dai Motor Europe Technical Center tätig ist.

Sie hat stets in inter­natio­nalen Teams an der Schnitt­stelle zwischen Design, Marke­ting, Engineer­ing und Produk­tion ge­arbeitet. Ein feines Ge­spür für Trends und Vor­lieben der Nutzer­*innen zeich­net sie aus. Die Kombi­nation aus ihrem betriebs­wirt­schaft­lichen und dem Design-Aus­bildungs­hinter­grund, sowie die Tätig­keit in globalen Unter­nehmen, ver­schafft ihr ein beson­deres Profil.

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Veröffentlichung: 18.07.2022

99 — Christian Müller
Turbo für die Energie Transformation

Dr. Christian Müller möchte etwas be­wirken und im großen Maß­stab nach­haltige Energie­inno­vatio­nen ermög­lichen, um Energie­kosten zu senken, die System­leist­ung zu er­höhen und Treib­haus­gas­emis­sionen zu redu­zieren. Er ist CEO von EIT InnoEnergy in der DACH-Region und Mit­glied des Exe­cutive Board der euro­päischen Holding KIC InnoEnergy SE.

Er studierte Chemie­ingenieur­wesen an der Uni­versi­tät Karls­ruhe und der Uni­versity of California, Berkeley und erwarb 1996 einen Doktor­titel in techn­ischer Thermo­dyna­mik. Bevor er zu Europas führen­dem Clean­tech-Inves­tor EIT InnoEnergy kam, war er fast 25 Jahre in der Techno­logie­ent­wicklung globaler Kon­zerne tätig. Mit der Über­nahme der Cor­por­ate Techno­logy Sparte von Hoechst kam er im Jahre 2000 zu Siemens, wo er in führen­den Manage­ment­positionen im Bereich der Kommerz­iali­sierung neuer Techno­logien und Dienst­leistungen sowie im Markt­positio­nier­ung und Geschäfts­ent­wick­lung aktiv war.

Das Unternehmen EIT InnoEnergy hat seit seinem Start 560 Millionen Euro in mehr als 480 nachhaltige Energieinnovationen investiert, die bis 2026 einen Umsatz von 16 Milliarden Euro erwirtschaften sollen. 90 % der Start-ups arbeiten bereits mit globalen Marken wie ABB, BMW, EDF, Engie, Tata Steel und Vattenfall zusammen. Die EIT InnoEnergy Master School hat Studierende aus fast 100 Ländern angezogen. Inzwischen hat die Master School 1200 Absolvent*innen und 1500 eingeschriebene Student*innen.

LINKS
Website von InnoEnergy
Artikel im Tagesspiegel
Capital über InnoEnergy
Zur Klimabilanz von e-Autos
Über Batteriezellen aus Europa

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Veröffentlichung: 11.07.2022

98 — Prof. Bitten Stetter
Palliativ-Design

Bitten Stetter ist diplomierte Mode­design­er­in. Seit 1999 arbeitet sie als selbs­tändige Design­erin. Im Mittel­punkt ihrer Arbeit steht die Ana­lyse von gesell­schaft­lichem Wan­del. Ihre Arbeiten leben von der kritischen Aus­einander­setz­ung mit Alltags­kul­turen und Lebens­stilen. Als selb­ständige Design­erin und Trend­ex­pertin ko­oper­iert sie mit ver­schie­denen Museen und Unter­nehmen. Für das Museum für Kom­muni­kation Berlin kura­tierte sie die Aus­stell­ung fashion talks, eine Wander­aus­stell­ung, die im Museum für Kom­muni­kation Frank­furt, Nixdorf Museum Pader­born und im Gewerbe­museum Winter­thur statio­nierte. Sie publi­zierte in ver­schiedenen Zukunfts­maga­zinen, Zeit­schriften und Büchern rund um Themen wie Mode, Körper, Lebens­stil und Wandel.

Seit 2005 ist sie in der akadem­ischen Lehre in Deutsch­land und der Schweiz tätig. Sie ist Profes­sorin für Trends & Identity, doziert seit 2006 im gleich­namigen Bachelor und leitet seit 2008 das Master­pro­gramm Trends & Identity im Master of Arts in Design an der Zürcher Hoch­schule der Künste. Seit 2012 ist sie Mit­glied des Institutes für Design­for­schung und leitet seit 2014 die For­schung inner­halb der Fach­richtung Trends & Identity, wo sie den Forschungs­schwer­punkt Care Futures haupt­ver­ant­wortlich vertritt.

Seit der Sterbe­be­gleit­ung einer nahen Ange­hörigen (2011 – 2015) befasst sich Stetter in diversen Vor­trägen, Aus­stell­ungen und Publi­katio­nen mit Sterben und Tod im Zeit­alter des demo­graf­ischen und digi­talen Wan­dels und unter­sucht damit ver­bun­dene Indi­vidu­ali­sier­ungs­pro­zesse in einer Gesund­heits­gesell­schaft. Ihr gegen­wärtiger Forschungs­gegen­stand sind Sterbe­dinge, die am Lebens­ende das soziale Mit­ein­an­der, Identi­tät und Lebens­quali­tät formen und bedin­gen. Stetter ist Teil des vom Schweizer Natio­nal Fonds ge­förderten Forschungsprojektes „Sterbe­settings – Eine inter­disziplinäre Perspektive“ (2020 – 2023) und schreibt und gestaltet im Rahmen des SINTA-Programmes (HKB-Bern/Universität Bern) ihre Disser­tation: „Things of Dying – Eine ange­wandte design-anthro­po­logische Unter­such­ung der gegen­wärtigen Sterbe- und Konsum­kultur“ (Arbeits­titel der PhD-Arbeit). Hier unter­sucht sie mit design­ethno­graf­ischen Methoden Ding­welten und Lebens­stile am Lebens­ende, um zeit­gemässe Care-Design-Produkte und -Strategien zu ent­wickeln. Sie absol­vierte hierfür Weiter­bil­dungen in Palliative Care und forschte über vier Jahre in insti­tutio­nellen und pri­vaten pallia­tiven Orten. Basierend auf ihre Erkennt­nisse hat Stetter 2019 Final Studio GmbH ge­gründet und finally., ein Brand, welches sich um unsere Lebens­reise, vor allem in fragilen Zeiten kümmert, ins Leben gerufen.

LINKS
Link zu Blog und Shop finally
STERBESETTINGS – Eine interdisziplinäre Perspektive 2020 – 2023
Trends und Identity an der Zürcher Hochschule der Künste
Link zum Buch KONTEXT STERBEN Institutionen – Strukturen – Beteiligte
Manifesto. Gestaltung und Identität: Offshore Studio
Website von Bitten Stetter

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Veröffentlichung: 04.07.2022

97 — Prof. Dr. Joachim Curtius
UP UP IN THE AIR

Prof. Dr. Joachim Curtius studierte Physik in Heidelberg. Nach Pro­mo­tion am Max-Planck-Institut für Kern­physik in Heidel­berg und beruf­lichen Statio­nen bei NOAA (National Oceanic and Atmo­spheric Admin­istration) in Boulder, Colorado, und an der Uni­versi­tät Mainz wurde er 2007 Pro­fessor für „Experimen­telle Atmo­sphären­forschung“ am Institut für Atmo­sphäre und Umwelt der Goethe-Uni­versität Frankfurt. Seine For­schung betrifft die Themen Spuren­gase, Aero­sole, Wolken und Klima. Hier be­schäftigt er sich bei­spiels­weise im Rahmen des CLOUD-Projekts am CERN in Genf mit der Bildung von Aerosol­partikeln in der Atmo­sphäre. Er ist wissen­schaft­licher Ko­ordinator mehrerer Verbund­pro­jekte und gehört dem wissen­schaft­lichen Lenkungs­aus­schuss für das deutsche Forschungs­flug­zeug HALO an. Er gehörte 2018 zu den welt­weit meist­zitierten Wissen­schaft­lern in den Geo­wissen­schaften. Er engagiert sich für eine wissen­schaftlich fundierte Kom­muni­kation der Klima­problem­atik in der Öffentlichkeit.

LINKS
Publikation des Bundesumweltamtes zu umweltschonendem Luftverkehr
Emissions from planes and ships: facts and figures (infographic) auf der Website des Europaparlamentes
Website Ecopassenger Emissionsrechner
Global Carbonproject
Science Direct. The contribution of global aviation to anthropogenic climate forcing for 2000 to 2018

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Veröffentlichung: 27.06.2022

96 — Erik Spiekermann
TYPOERIK 75

Erik Spiekermann ist Setzer, Drucker, Kunst­his­toriker, Informations­designer, Schrift­ent­werfer und Fach­autor. 1979 gründete er MetaDesign, ein Unter­nehmen, das ganz erheb­lichen Ein­fluss auf die Design­ent­wick­lung und auf un­zähl­ige Designer­*innen-Karrieren genom­men hat. 1989 folgte die Gründung von FontShop, dem weltweit ersten Vertrieb elek­tron­ischer Schriften. Nach dem Aus­scheiden aus dem aktiven Geschäft ist er heute Auf­sichts­rat bei Eden­spieker­mann, Berlin, Amster­dam, San Francisco & Los Angeles. Seine Typo­grafische Werk­statt p98a.berlin ver­bin­det digitale Tech­niken mit dem analogen Buch­druck. Er hat so viele Preise ge­won­nen und an so vielen Jurys teil­ge­nom­men, dass eine Auf­zähl­ung unsere Show­notes sprengen würde. Mehr zu ihm ihn den an­liegenden Links.

Dr. Mateo Kries, Direktor des Vitra Design Museums, schreibt über ihn: „Erik Spieker­manns grafische Identitäts- und Design­arbeit ist seit den 1970er Jahren ein distink­tiver Teil der visu­ellen Welt. Als Gründer von ‚MetaDesign‘ und ‚Edenspiekermann‘ gab er unter anderem dem ÖPNV Berlins, der Deutschen Bahn, dem ‚Economist‘ und Unter­nehmen wie Audi, Volks­wagen und Bosch ein unver­wechsel­bares Erscheinungs­bild. Seine Arbeiten wurden mit den prestige­trächtig­sten Preisen Europas aus­ge­zeich­net, nicht zu­letzt ernannte ihn die britische Queen zum Royal Designer for Industry. ‚FontShop‘, das erste Ver­sand­ge­schäft für Computer­schriften, geht ebenso auf seine kreative Initi­ative zurück wie zahl­reiche Schrift­ent­würfe, u.a. ITC Officina und FF Meta – beide sind in­zwischen als Klassiker auf vielen Fest­platten vor­han­den. Bis heute ist er eine zen­trale Figur der deutschen und inter­natio­nalen Design­szene. Nach seinem Aus­scheiden aus dem aktiven Ge­schäft betreibt er heute in Berlin eine experi­men­telle typo­grafische Werk­statt unter dem Motto ‚Hacking Gutenberg‘.“

Font­werk über Erik Spieker­mann: „Der Mann, dessen Regal Preise für sein Lebens­werk der renom­miertes­ten Ver­bände und eine schön gerahmte Ehren­doktor­urkunde schmücken. Dessen Fach­bücher und die über ihn erschienene Designer­bio­grafie inter­natio­nale Best­seller wurden. Der mehr erfolg­reiche Schriften ge­staltet hat, als das Gesamt­programm der meisten Foundries um­fasst. Der als kurz­weiliger Gast in Film-, TV- und Audio-Produk­tionen auf­tritt und der BBC bereits in den Achtzigern Typo­manie er­klärte. Der in drei Zeit­­zonen zu Hause ist und in jedem Ort mehr Fahr­räder besitzt als eine sport­liche Groß­familie. Der am Aufbau zwei der rele­van­tes­ten Kreativ­agenturen, eines legen­dären Letter­press-Work­shops, dem zeit­weilig wichtigsten unab­hängigen Font­ver­triebs und der größte Biblio­thek zeit­genös­sischer Schriften mitwirkte.“

LINKS
Wikipedia-Eintrag von Erik Spiekermann
Erik Spiekermann bei Fontwerk
Erik Spiekermann bei Edenspiekermann
p98a
Angaben zu Publikationen von Erik Spiekermann in der Deutschen Nationalbibliothek

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Veröffentlichung: 20.06.2022

95 — Nicole Deitelhoff und Matthias Wagner K
Design for Democracy.
Gestalten wir wie wir leben.


Prof. Dr. Nicole Deitelhoff ist Leiterin des Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konflikt­forschung. Sie erwarb ihren M.A. in Political Science an the State Uni­versity of New York at Buffalo und promo­vierte an der TU Darmstadt (summa cum laude).

Sie hat eine große Anzahl von Forschungs­pro­jekten durch­ge­führt und ist darin aktiv, u.a. als Senior fellow, program “Future of Democracy”, The New Institute Hamburg (TNI) Co-speaker Research Institute Social Cohesion (RISC); Head of Research Department “Inter­national Insti­tutions” and Co-Head of Research Depart­ment “Trans­national Politics” (with Prof. Dr. Chris­topher Daase), Peace Research Institute Frankfurt (PRIF); Executive Director at the Peace Research Institute Frankfurt (PRIF); Visiting Fellow am European Uni­versity Insti­tute, Florence; Visiting Fellow an der University of Hawaii at Manoa // Visiting Fellow am Center for European Studies, Harvard Uni­versity; Visiting Professor an der Hebrew University Jerusalem; Professor of Inter­national Relations and Theories of Global Order an der Goethe Uni­versi­tät Frank­furt; Research Professor, Colla­bora­tive Research Centre “Trans­formations of the State”, an der Uni­versität Bremen; Research Associate, Centre for Inter­disci­plinary Techno­logy Studies (ZIT), an der TU Darmstadt

BERUFLICHE AKTIVITÄTEN UND MITGLIEDSCHAFTEN
Seit 2018 Member of the 15th Advisory Council for Internal Governance of the Federal Ministry of Defense and Member of the Board of Trustees of the Social Science Research Center Berlin (WZB); seit 2017 MItglied des Senats der Schader Stiftung and Member of the Board of Trustees des Studien­preises der Körber Stiftung.

EHRUNGEN (AUSWAHL)
Schader Preis für Wissen­schafts­kommuni­kation, Schader Stiftung. Gewin­nerin des Maier-Leibnitz Preises (DFG)

LITERATUR VON NICOLE DEITELHOFF (AUSWAHL)
2022 (mit Cord Schmelzle). Social Integration and Conflict, in: Kölner Zeit­schrift für Sozio­logie und Sozial­psycho­logie, forth­coming. // 2022 (mit Silvia Steininger). Against the Masters of War: The Over­looked Functions of Conflict Liti­gation by Inter­national Courts, in: Duke Journal of Law and Contem­porary Problems, 84(4), 95-122. // 2021 (mit Christopher Daase). Wenn die Geltung schwindet. Die Krise der liberalen Welt­ord­nung und die Herr­schafts­pro­ble­matik inter­natio­naler Politik, in: Forst, Rainer/Günther, Klaus (Hg.): Norma­tive Ordnungen, Berlin: Suhrkamp, 162-190. 2020. What’s in a Name? Contes­tation and Backlash Against Inter­natio­nal Norms and Insti­tutions, in: The British Journal of Politics and Inter­natio­nal Relations, 22(4), 715-727. // 2020 (with Olaf Groh-Samberg and Matthias Middell): Gesell­schaft­licher Zusammen­halt: Ein inter­diszi­plinärer Dialog, Frankfurt/New York: Campus Verlag. // 2020 (mit Frank Bösch and Stefan Kroll): Hand­buch Krisen­forschung, Wiesbaden: Springer VS. // 2020 (with Julian Junk, Clara-Auguste Süß and Christopher Daase). What do we know about radicali­zation? Key findings, challenges, and policy recommendations. Focus Section, International Journal of Conflict and Violence, 14(2). // 2019 (mit Christopher Daase). Opposition and Dissidence, in: Journal of Inter­natio­nal Political Theory 15(1), 11-30. // 2019 (mit Priska Daphi and Felix Anderl). Bridges or divides? Conflicts and synergies of coalition building across countries and sectors in the Global Justice Movement, in: Social Move­ment Studies 21 (1-2), 8-24. // 2018. Populis­mus und Wissen­schaft. Streiten gegen das Erlahmen öffentlicher Aus­ein­ander­setz­ung, in: Blam­berger, Günter/Freimuth, Axel/Stroh­schneider, Peter (Hg.): Vom Umgang mit Fakten. Ant­worten aus Natur-, Sozial- und Geistes­wissen­schaften, Wilhelm Fink, 23-33.


Prof. Matthias Wagner K ist Ausstellungs­macher, Biennale­leiter, Kurator, Autor und seit 2012 Direktor des Museum Ange­wandte Kunst in Frankfurt am Main. Inner­halb eines Jahres posi­tio­nierte Wagner K das Museum mit einem gänz­lich über­arbeiteten Aus­stellungs- und Parti­zipa­tions­kon­zept neu. Mit seinen wechseln­den themat­ischen Aus­stell­ungen richtet es seither den Fokus auf die Wahr­nehm­ung gesell­schaft­licher Ström­ungen und Ent­wick­lungen. Es ver­steht es sich als ein Ort für sinn­liche Denk- und Erfahrungs­räume, für Ge­spräche und kritische Dis­kurse und zählt mittler­weile zu den inter­national ange­sehensten und profi­liertesten Museen seiner Art. Matthias Wagner K bekleidet zudem seit 2018 eine Honorar­pro­fessor für Design Curating and Criticism an der HfG Offenbach, ist einer der drei Inten­dant:innen für Theater der Welt 2023. Frankfurt / Offenbach und leitet die Bewerbung Frankfurt RheinMain. World Design Capital 2026. Hierfür ent­wickelte er den Claim Design for Demo­cracy. Atmo­spheres for a better life. Er ist Mit­glied im Kura­torium der Peter und Irene Ludwig Stift­ung und der Stiftung Urban Future Forum e.V..

LINKS
www.designfrm.de
www.hsfk.de
www.museumangewandtekunst.de
www.ludwigstiftung.de
www.urbanfutureforum.org

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Veröffentlichung: 12.06.2022

94 — Felix Kosok
Das queere Mannsbild

Dr. Felix Kosok ist Design­wissen­schaftler und Grafik­designer. Er promovierte 2020 an der HfG Offen­bach zur ästhetisch-politischen Dimen­sion des Designs. Seine Disser­tation „Form, Funktion und Frei­heit“ wurde 2021 beim tran­script Verlag ver­öffent­licht. Der Schwer­punkt seiner Forschung liegt in den Bereichen Design­ästhetik, Politiken des Style sowie politisches Grafik­design. Neben der Forschung ist er in der Design­kollabora­tion Bureau069 selbst gestalter­isch tätig. Für seine Arbeiten hat Felix Kosok bereits viele Aus­zeich­nungen erhalten, unter anderem vom Type Directors Club New York. Seit 2021 ist Felix Kosok Professor für Grafik­design und Design­theorie an der German Inter­national University Berlin.

Dr. Felix Kosok ist Vor­stand des Deutschen Designer Club, Mitglied in der Deutschen Gesell­schaft für Design­theorie und Forschung und in der Deutschen Gesell­schaft für Ästhetik. Er ist Gründungs­mit­glied und im Vor­stand des Offen­bacher Kunst­vereins Mañana Bold.

AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
KOSOK, Felix, KROLL, Stefan, KUNI, Verena, WAGNER, Ellen, Hrg., Krisen sichtbar machen. Dialoge zwischen Wissen­schaft, Kunst und Design, Heidelberg: Springer, 2021.
 KOSOK, Felix, Form, Funktion und Freiheit. Über die ästhetisch-politische Dimension des Designs, Bielefeld, transcript, 2021.
 KOSOK, Felix, Gay Bombs, in: form 294 – Natur, Heft 4, Frankfurt am Main, 2021
 KOSOK, Felix, The Problem with Problem­solving. Design, Ecology and the Common Good, in: BOTTA, Massimo , JUNGINGER, Sabine, Hrg., Design as Common Good. Framing Design through Pluralism and Social Values, Swiss Design Network Symposium 2021 Conference Proceedings.
 KOSOK, Felix, Meme Wars und Grafikdesign, in: CHRISTENSEN, Michelle, FEZER, Jesko, HERLO, Bianca, HORNUFF, Daniel, JOOST, Gesche, Hrg., Lechts und Rinks. Eine Auseinandersetzung mit dem Design der Neuen Rechten, Hamburg: adocs Verlag, 2020.

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Veröffentlichung: 06.06.2022

93 — Hella Jongerius
Texture makes things human

Hella Jongerius studierte an der Academy for Industrial Design Eindhoven und ver­bin­det in ihrer Arbeit die neuesten Techno­logien mit uralten Hand­werks­techniken. Sie sieht ihre Arbeit als Teil eines nie endenden Prozesses, und das gilt im Grunde für alle Ent­würfe von ihr: Sie besitzen einer­seits die Kraft einer abge­schlossenen Design-Ent­scheidung, ver­mitteln anderer­seits aber auch, dass sie Teil von etwas Größerem sind, mit einer Vergangen­heit und einer unge­wissen Zukunft. Das Un­fertige, das Provi­sorische, das Mög­liche – es liegt in der Auf­merk­sam­keit für das Un­voll­kommene, für die Spuren des Ent­stehungs­pro­zesses und für das ent­hüllte Poten­zial von Materialien und Techniken. Durch diese Arbeits­methode würdigt sie nicht nur den Wert des Pro­zesses, sondern bezieht auch die Be­trachter­­*innen, den Benutzer­*innen, in ihre Unter­suchung mit ein.
 
Nach ihrem Ab­schluss an der Akademie für Industrie­design in Eind­hoven gründete sie 1993 das Studio Jongeriuslab, in dem sowohl unab­hängige Projekte als auch Arbeiten für Groß­­kunden entwickelt werden. Dazu gehören Textil­ent­würfe für den Möbel­stoff­her­steller Maharam, die Innen­ein­richtung der Delegierten-Lounge des UN-Haupt­quartiers in New York, Kabinen­ein­richtungen für die Flug­gesell­schaft KLM, die Installation „Colour Recipe Research“ auf Ein­ladung des Kurators Hans Ulrich Obrist für das MAK (Wien) und die Installation „A Search behind Appearances“, eine Kooperation mit Louise Schouwenberg im Auftrag der Serpentine Galleries.
 
Zu den jüngsten Projekten gehören Einzel­aus­stellungen im Gropius Bau, Berlin (2021), Lafayette Anticipations (2019) und National­museum, Stockholm (2019). Ihr Space Loom #1 wurde 2019 vom Centre Pompidou erworben.
 
2017 wurde Hella Jongerius mit dem Sikkens-Preis ausge­zeichnet, einem der ältesten unab­hängigen Kunst­preise der Nieder­lande, der alle paar Jahre an Personen oder Institutionen ver­geben wird, die einen besonderen Beitrag zum Thema Farbe geleistet haben.
 
In den letzten Jahren hat sich Jongerius auf Forschungs­pro­jekte konzen­triert, die zu großen Einzel­aus­stellungen Aus­stellungen wie Breathing colour im Design Museum, London; Interlace – textile research im Lafayette Anticipations, Paris, und Woven Cosmos im Gropius Bau, Berlin führten.
 
Viele von Jongerius’ Produkten befinden sich in den ständigen Sammlungen von Museen wie dem MoMA, New York, dem Victoria & Albert Museum, London, sowie der Neuen Sammlung, München oder dem Centre Pompidou, Paris.
 
Seit 2009 lebt und arbeitet Hella Jongerius in Berlin.

AUSGEWÄHLTE AUSSTELLUNGEN
2021 Woven Cosmos, Einzelausstellung Gropius Bau, Berlin
2020 Breathing Colour am Gewerbemuseum Winterthur, Schweiz
2019 Centre Pompidou, Paris, erwirbt das monumentale gewobene Werk Space Loom #1 2019 Entrelacs, une recherche tissée / Interlace, textile research, exhibition at Lafayette Anticipations (Paris, France)
2019 Das Design Museum der Pinakothek der Moderne, Munich, erwirbt die Schattenspiel-Installation von „A Search Behind Appearances“
2019 Breathing Colour, Wanderausstellung von Nationalmuseum (Stockholm, Schweden) 2018 Woven Movie 7:30 PM erworben vomMusée des Arts Decoratifs (Paris, France) 2018 Beyond the New exhibition at MUDAM (Luxemburg)
2018 Breathing Colour, Wanderausstellung des Museum Boijmans Van Beuningen (Rotterdam, Niederlande)
2017 Beyond the New, Ausstellung mit Louise Schouwenberg für die Pinakothek der Moderne, Die Neue Sammlung (München)
2017 Breathing Colour, Wanderausstellung für das Design Museum London (London, UK) 2016 A search behind appearances, Shadow play, installation beauftragt von den Serpentine Galleries, für La Rinascente department stores; mit Louise Schouwenberg (Mailand) 2016 Dream Out Loud - Designing for Tomorrow’s Demands, Gruppenausstellung am Stedelijk Museum (Amsterdam)

AUSGEWÄHLTE KUNDEN
seit 2002 Polstermöbel-Textildesign für Maharam (New York)
seit 2005 Möbeldesign und Art Director für Farben und Materialien für Vitra (Basel)
seit 2011 Kabinen und Sitzdesign für die Fluglinie KLM (Amstelveen, Niederlande)
2012 – 2018 Design Director und designer von Teppichen für Danskina, Kvadrat and Maharam’s rug atelier (Amsterdam)
seit 2017 Keramikkacheldesign für Mutina (Fiorano, Italien)

AUSGEWÄHLTE PROJEKTE
2019 Vlinder Sofa, Vitra (Basel)
2019 Diamond Vase und Facet Flasche, Galerie kreo (Paris)
2019 Shore and Slope, Teppiche für Danskina, Kvadrat and Maharam’s rug atelier (Amsterdam)
2018 Diarama, collection of tiles for Mutina (Fiorano, Italy)
2018 Sienna and September, Teppiche für Danskina, Kvadrat and Maharam’s rug atelier (Amsterdam)
2018 8:15am Morning Weave, Galerie kreo (Paris) 2018 7:00pm Evening Weave, Galerie kreo (Paris)
2018 Lattice, Silhouette and Glory, Teppiche for Danskina, Kvadrat and Maharam’s rug atelier (Amsterdam)
2017 Tile Tables, Galerie kreo (Paris, France)
2017 Flutter, besticktes Polsterstoffe for Maharam (New York) 2016 Inlay, Colorfield and Chroma for Maharam (New York, USA)
2016 Cocoon, Landscape and Cross, Teppiche for Danskina, Kvadrat and Maharam’s rug atelier (Amsterdam)
2015 Kabineninneres und Sitzdesign für die Economy Class und die World Business Class, Boeing 777 and Boeing 787, KLM (Amsterdam)
2015 Update des Polder Sofa für Vitra (Basel)
2015 Argali and Dew, Teppiche für Danskina, Kvadrat and Maharam’s rug atelier (Amsterdam)
2015 Reinterpretation des Armchair 402 von Alvar Aalto für Artek (Finland)
2015 Neue Farbpalette für die EPC range von Ray and Charles Eames für Vitra (Basel, Switzerland)
2014 Carapace, Foliage and Eden, Polstermöbelstoffe für Maharam (New York, USA) 2014 Neuinterpretation des Chair 400, Cahir 401 and Stool 60 bvony Alvar Aalto für Artek 2014 East River Chair for Vitra (Basel)
2014 Cork&Felt, Teppich for Danskina (Amsterdam)
2013 Knots & Beads Curtain, Spezialdesign für North Delegates’ Lounge des UN Headquarters in New York (NL / New York)
2013 Gemstone Tables für Galerie Kreo (Paris)
2013 Bold, Duotone and Multitone, Teppiche for Danskina, Kvadrat and Maharam’s rug atelier (Amsterdam)
2013 United Nations; Interior Design für North Delegates’ Lounge, Auftrag des niederländischen Außenministeriums; Bead Curtain, Sphere Table und RE-Lounge chair (NL / New York, USA)
2013 abineninneres und Sitzdesign für die World Business Class, Boeing 747-400, KLM (Amsterdam)
2012 Hours, Colorwheel und Vases, POlstermöbeltextilien für Maharam (New York, USA) 2012 Sphere Table für Vitra (Basel)

AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
2019 Interlace, Woven Research, Texte von Alice Rawsthorn, Anne Röhl, Hans den Hartog Jager a.o., Grafikdesign von Irma Boom, Walther König Verlag
2107 Beyond the new – On the Agency of Things, Buch von Louise Schouwenberg und Hella Jongerius für die Pinakothek der Moderne, Die Neue Sammlung, Grafikdesign von Irma Boom, Walther König Verlag
2016 I don’t have a favourite colour, creating the Vitra colour and material library, Gestalten 2015 Beyond the new – a search for ideals in design, Manifest mit Louise Schouwenberg 2011 Misfit, texts by Louise Schouwenberg, Alice Rawsthorn und Paola Antonelli, Grafikdesign von Irma Boom, 308 Seiten, Phaidon Publishers
2003 Hella Jongerius, Text von Louise Schouwenberg, 152 Seiten, Phaidon Publishers

LEHRTÄTIGKEITEN
2019 Vorträge an der Rhode Island School of Design
2017 A smart thread, Designworkshop an der Minerva Academy (Groningen) 2010 und 2013 Gastprofessorin an der Kunsthochschule  Weissensee (Berlin)
2000 – 2004 Leiterin des Department Living an der Design Academy Eindhoven (Eindhoven)
1998 – 1999 Lehrbeauftragte an der Design Academy Eindhoven

LINKS
Hella Jongerius
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Veröffentlichung: 30.05.2022

92 — Etta Madete
Nachhaltige und bezahlbare Wohnungen in Kenia

Etta Madete Mukuba (*1992) ist Sustainable Design-Archi­tektin und Projektmanager­in mit einem Schwer­punkt auf erschwing­lichen nach­haltigen Bau­pro­jekten – sowie eine mit Awards geehrte Vio­linis­tin. Sie ist EDGE-Expertin und Aspen Senior Fellow. Sie hat mit Rem Koolhaas an der Harvard Gradu­ate School of Design und dem Guggen­heim Museum in New York zusam­men­ge­ar­beitet. Der­zeit ist sie die Leiterin für bezahl­baren Wohn­raum bei BuildX Studio und Dozentin (TF) an der Uni­versi­tät von Nairobi. In all diesen Funk­tionen prakti­ziert, lehrt und forscht sie zu archi­tekton­ischen Design­inno­vationen, die eine nach­haltige wirt­schaft­liche, soziale und öko­logische Ent­wicklung in Kenia und darüber hin­aus ermög­lichen sollen.

Zur Zeit promoviert sie an der Uni­versi­tät Nairobi über „Air Quality in Dense Apartment Blocks; A case of Nairobi, Kenya“. 2021 erhielt sie ihren Master of Architecture in Umwelt­design von der Uni­versi­tät von Nairobi. Sie erhielt zahl­reiche Stipendien und ist in mehreren Berufs­ver­bänden aktiv, u.a. hat sie die Berufs­registrier­ung als ein­ge­tragener Archi­tekt in Kenia; sie war 2020 am Aspen Institute New Voices Senior Fellow mit fort­ge­schrittener Aus­bil­dung in Advocacy. Sie ist Mit­glied der Archi­tektonischen Ver­eini­gung von Kenia (AAK), Mit­glied bei Women in Real Estate (WIRE) und Mit­glied der Kenya Property Developers Association (KPDA).

Wichtig für sie sind die zahl­reichen Pro­jekte im Bereich erschwing­licher Wohnungs­bau bei BuildX Studio, einem Architek­tur- und Bau­unter­nehmen mit Sitz in Nairobi, die sie seit 2019 als Archi­tektin und Projekt­leiterin durch­ge­führt hat. Außer­dem lehrt sie seit 2017 an der Uni­versi­tät von Nairobi im Fach­bereich Archi­tek­tur. In ihren großen Pro­jekten, wie Zima Homes Affordable Housing (seit 2020), führt sie Mach­bar­keits­studien durch, leitet das Projekt, stellt Business­pläne auf und sorgt für Kredite und Zuschüsse.

CSR UND GEMEINSCHAFTSAKTIVITÄTEN
Sie ist vielfältig in Social Responsi­bility-Projekten tätig. So war sie 2014 – 2020 Lead Facilitator für die John Mukaye Madete Foundation, die die Schul­gebühren für unter­privile­gierte Schüler im Westen Kenias finan­ziert und ihnen Führungs­quali­täten vermittelt. Sie ist Gründerin und war 2011 – 2013 Tutorin des Geigen­programms bei Ghetto Classics, das Musik unter­richtet und Schüler aus Korogocho, Nairobi, betreut. Bei BuildX Studio ist sie leitende Kura­torin für die Barbican-Ausstellung „Unsere Zeit auf der Erde“, die in der Curve Gallery in London im Mai 2022 eröffnet wird. Sie war 2018 – 2020 leitende Forscherin und Co-Kuratorin für „Countryside Studio“, in Zusam­men­ar­beit mit dem Team von Rem Kool­haas in den OMA Studios (Niederlande), der Harvard Graduate School of Design und dem Guggen­heim Museum in New York.

SEMINARE UND GREMIEN
Moderatorin für Healthy Cities-Healthy Cities Healthy People launch an event by WHO, UN habitat etc.; Moderator­in für den East Africa Property Invest­ment Summit (EAPI) – WIRE-Panel-Präsentation – Kenya’s Built Environment Sector’s Econo­mic Recovery Plan Through a Gender Lens – Juli 2021; Präsen­tation eines Vor­trags über „African Avant Gard“ an der Städel­schule – Mai 2021; Panelist – Habitat for humanity – SANKALP global health circular design; Moderatorin bei Veran­stalt­ungen von WIRE (Women in Real Estate), Kenyatta Uni­ver­sity, JKUAT, Cafe construct podcast, AAK Webinars, UN75, The future is un­written Dialogue, UN SDG action zone-Speaker, Carbon positive reset; Lead Facilitator bei Nafacity – Planning & Design Workshop in Zusam­men­arbeit mit UCL und British Council (2018); Kenianische Ver­treter­in bei der inter­natio­nalen Student Design Charrette des Royal Institute of British Architects (RIBA), ge­spon­sert von der Common­wealth Associ­ation of Architects (CAA – 2017); Kenianische Ver­treter­in des Common­wealth Youth Orchestra, Teil­nehmer­in an Kon­zerten in London und Glasgow (2013 und 2016)

AUSZEICHNUNGEN
WIRE (Women in Real Estate) Young Achiever Award 2021
Stipendium der Universität Nairobi für ein Postgraduierten­studium (2019 – 2021)
First Class Honors, Bachelor of Architectural Studies, University of Nairobi (2015)
Erste Klasse mit Auszeichnung, Bachelor of Architecture, Universität von Nairobi (2017)
Duracoat Award for Academic Excellence für B.AS & B.ARCH Abschlüsse (2015 & 2018)
Klassensprecher der Abschlussklasse des Bachelor of Architecture (2017)
Gewinner des inter­nationalen Design­wett­bewerbs von Sustainable Cycle Industries (Deutschland, 2017)

LINKS
LinkedIn
@ettamadete­
www.buildxstudio.com
www.zimahomes.co.ke

PUBLIKATIONEN
Autorin von „Atrium Daylight Penetration in Dense Apartment Blocks. Ein Fall von Roysambu Nairobi, Kenia.“ (2022)
  Mitverfasserin von „Application of Brick as a Building Material for Low Cost Housing in Hot and Dry Climates“ (2018)
 Mitverfasserin des Kapitels „Ocha“ in „The Countryside Report“, einem Buch, das von OMA und Rem Koolhaas veröffentlicht wird. (2020)
  Autorin von Artikeln über Architektur und Design, die unter anderem in Mail and Guardian, Aljazeera, Daily Nation (Kenia) und Architectural Review veröffentlicht wurden
  Forschungsassistentin für eine an der Bartlett School of Architecture entwickelte PhD-Forschung mit dem Titel: Erforschung der Architektur als Instrument zur frühkindlichen Stimulation in Flüchtlingslagern in Ostafrika (2017)

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Veröffentlichung: 23.05.2022

91 — Gesche Joost
Die Design Forscherin

Prof. Dr. Gesche Joost studierte erst Archi­tek­tur, bevor sie ein Design­studium an der Köln Inter­national School of Design begann. Nach dem Diplom ver­brachte sie einige Monate am Illinois Institute of Tech­no­logy in Chicago, um im An­schluss an ein Rhetorik­studium an der Eber­hard Karls Uni­versi­tät Tübin­gen mit einer Arbeit über die Grund­züge der Film­rhetorik zu promovieren.

Heute ist sie Leiterin des Design Research Lab an der Uni­versi­tät der Künste Berlin. Dort lehrt und forscht sie in den Bereichen Social Design, Material Inter­action und Digitale Souveräni­tät. Sie leitet die For­schung zur Trans­formation der digitalen Gesell­schaft am Weizen­baum-Insti­tut und den For­schungs­bereich Inter­aktive Textilien am Deutschen Forschungs­zentrum für Künstliche Intelligenz.

Mit den Themen­gebieten ihrer Forsch­ungs- und Lehr­projekte wie Mensch-Maschine-Inter­aktion, Gender- und Diversity-Aspekte in der Techno­logie-Ent­wick­lung sowie soziale Nach­haltig­keit und gesell­schaft­liche Teil­habe stellt Gesche Joost die drän­genden Fragen unserer Zeit. Die neuen Formen der For­schung, die sie mit ihrem Team ent­wickelt, stellen ein partizi­patives und trans­formierendes Design ins Zentrum, das die heutigen Heraus­forder­ungen auf eine offene, kolla­bora­tive Art und Weise angeht.

Sie betrachtet die ethischen, recht­lichen, wirt­schaft­lichen und politischen As­pekte des digitalen Wandels und zeigt, an welchem Punkt Design an­setzen muss, um als mit­gestal­tende Kraft zu einer nach­haltigen, inklu­siven und lebens­werten Gesell­schaft beizu­tragen.

Gesche Joost ist Mit­grün­derin der Non-Profit-Organi­sation Calliope, die Kindern digitales Lernen ermög­licht, hat Auf­sichts­rats­mandate bei SAP, Ottobock und der ING Diba. Und sie ist Mit­glied im Prä­sidium des Goethe-Instituts. 2021 wurde sie als Ehren­mit­glied in den Deutschen Designer Club aufgenommen.

LINKS
www.drlab.org

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Veröffentlichung: 16.05.2022

90 — Lisa Borgenheimer
Communicating Complexity

Lisa Borgenheimer studierte 2009 bis 2015 Kommuni­kations­design (B.A.) und Interaktive Medien (M.A.) an der Fach­hoch­schule Augs­burg. Derzeit promo­viert sie mit dem Thema „Informing Infor­mation“ an der Bau­haus-Universität Wei­mar. Schon während des Studi­ums in Augs­burg war sie Mit­glied des Elite-Netz­werks der Fach­hoch­schule Augs­burg und arbeitete als Informations­designerin bereits an der Fach­hoch­schule Augs­burg, für die Süd­deut­sche Zeit­ung, ZEIT Online, Verlag, INgraphics, Magazin 139.5, etc. Von 2015 bis 2018 war sie Assistant Pro­fessor/Researcher für Informations­design & Visual Story­telling im Master­studien­gang Eco-Social Design an der Freien Uni­versi­tät Bozen. Dort konzen­trierte sie sich zu­nehmend auf öko­soziale Trans­formations­pro­zesse mit­hilfe von visu­ellem Wissens­trans­fer und leitete das zwei­jährige geförderte For­schungs­pro­jekt „Bürger­haushalt in Mals (Obervinschgau)“. Borgen­heimers Haupt­forschungs­gebiet sind die Methodik und der Prozess des Informations­designs. Sie ist Expertin für Kon­zeption, Design und Ent­wicklung statischer und inter­aktiver Informations­grafiken. Sie arbeitete in inter­diszi­plinären Forschungs­projekten zusammen mit Designer­*innen, Künstler­*innen, Programmierer­*innen, Wissen­schaftler­*innen und externen Partner­*innen. Nennens­wert ist dabei auch das Projekt „Daten­visuali­sierung für die LEW (RWE)“ zusammen mit der Hoch­schule Augs­burg. Es folgten inter­natio­nale/natio­nale Work­shops und Vor­träge an ver­schie­denen Hoch­schulen, For­schungs­ein­richtungen und Kon­fer­enzen. Borgen­heimer ist als Jury­mit­glied der Asian Media Awards tätig und selbst Preis­trägerin von nationalen und inter­natio­nalen Aus­zeich­nungen, wie der Malofiej Award, Infor­mation is Beautiful Award, IIID Award und der European Student Award. Sie leitet den Inter­national Student Work­shop auf der Malofiej Kon­ferenz in Pamplona. Sie ist Mitglied der Society for News Design (SND) und der Bau­haus Research School in Weimar. Als Lehr­beauf­tragte lehrte Borgen­heimer an unter­schied­lichen Hoch­schulen in Europa. Darunter die Hoch­schule Augs­burg, Bau­haus-Uni­versi­tät Weimar, Freie Uni­versi­tät Bozen und gab verschiedene Kurse in Informations­design, Daten­visuali­sier­ung und Visual Story­telling. 2019 bis 2020 wurde sie durch die LaKoF Bayern „rein-in-die-hörsäle“ an der Hoch­schule Augs­burg mit Lehr­auf­trägen ge­fördert. Sie ist Mit­glied in der „Theme Advisory Group“ der EZB für die Neu­ge­stalt­ung der neuen Euro­scheine und dabei stell­ver­tretend für Deutsch­land. Seit Winter­semester 2020 ist Lisa Borgen­heimer Profes­sorin für Informations­design an der HfG Offenbach.

LINKS
Our World in Data
Nightingale 
Information is Beautiful 
Catalogtree 
Hochschule für Gestaltung, Offenbach

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Veröffentlichung: 09.05.2022

89 — Michael Volkmer
Da anfangen wo wir stehen

Michael Volkmer absolvierte in Hamburg eine Aus­bildung zum Foto­grafen, ehe er an der Fach­hoch­schule Wies­baden Kommuni­kations­design studierte. Nach seinem Ab­schluss grün­dete er 1994 die Kreativ-Agentur Scholz & Volkmer mit Schwer­punkt auf Design und digitale Marken­führung. An den beiden Stand­orten Wies­baden und Berlin arbeiten heute mehr als 140 Mitar­beitende für Kunden wie Deutsche Bahn, adidas, Mercedes-Benz und Riese & Müller, aber auch für Green­peace, regionale Umwelt­initia­tiven oder das Hessische Um­welt­amt. Michael Volkmer hat ins­ge­samt an über 50 Jurys teil­ge­nom­men, darunter ADC, DDC, iF Design, RedDot und Cannes Lions. In den Kreativ­rankings belegt Scholz & Volkmer mit über 650 natio­nalen und inter­natio­nalen Aus­zeich­nungen seit Jahren die vorderen Plätze.

Michael Volkmer hat sich mit seiner Agen­tur zum Ziel ge­setzt, die wirt­schaft­lichen Ziele seiner Kunden mit den gesell­schaft­lichen Heraus­forder­ungen unserer Zeit in Ein­klang zu bringen. Neben Kreation treibt die Agen­tur eigene nach­haltig orien­tierte Projekte sowie soziale Inno­vatio­nen voran. So ent­stehen im Sinne der agentur­eigenen Nach­haltig­keits­strategie „Shared Value“ Produkte wie der Stadt­luft-Anzeiger „NOxMas“, die Zeit­geschenke-Platt­form „Zeit-statt-Zeug“, die „CO₂-Web-App“, die durch kleine all­täg­liche Aktionen zum CO₂-Ein­sparen ani­miert oder das „Kiezkaufhaus“ – eine regio­nale und öko­logische Alter­native zu Amazon.

Zusammen mit Prof. Harald Welzer hat er die Initi­ative bzw. den gemein­nützigen Verein „Bilder der Zukunft“ ge­grün­det, der sich für alter­native, reduktive und soziale Zukunfts­szenarien ein­setzt. Im Jahr 2006 rief Michael Volkmer die „see-Conference“ ins Leben, die mittler­weile in Deutschland zu den größten Design­kon­ferenzen zählt und sich mit gesell­schafts­politischen Themen befasst.

LINKS
Scholz & Volkmer
Bilder der Zukunft 
See-Conference
Zeit statt Zeug

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Veröffentlichung: 02.05.2022

88 — Werner Sobek
Erderwärmung ist keine Krise sondern ein neuer Zustand

Prof. Dr. Dr. E.h. Dr. h.c. Werner Sobek wurde 1953 in Aalen geboren. Er ist Architekt und beratender Ingenieur, Gründer des Instituts für Leicht­bau Ent­werfen und Konstruieren (ILEK) der Universität Stutt­gart und Initiator des Sonder­forschungs-Bereichs SFB 1244 über „Adaptive Hüllen und Strukturen für die gebaute Umwelt von morgen“. Darüber hinaus ist er Gründer und Ehren­präsident mehrerer gemein­nütziger Initia­tiven wie z.B. dem aed e.V. 2022 wurde er von der Zeit­schrift Cicero als einziger Architekt und Ingenieur in die Liste der 500 wichtigsten deutsch­sprachigen Intellektu­ellen aufgenommen.

Das von ihm gegründete, weltweit tätige Planungs­büro beschäftigt über 350 Mitarbeiter*innen. Das Unter­nehmen bearbeitet alle Typen von Bau­werken und Materialien. Besondere Schwer­punkte liegen auf dem Entwurf und der Planung von Trag­werk, Fassade und Technischer Gebäude­aus­rüstung sowie auf der bau­physikalischen Beratung.

Ziel ist hierbei eine gebaute Umwelt, die atem­beraubend schön ist und die gleich­zeitig den Interessen kommender Generationen gerecht wird – Werner Sobek will für mehr Menschen emissions­frei und mit weniger Material bauen.

DIE 17 SOBEK-THESEN
01. Die Menschheit wächst im Durchschnitt um 2,6 Menschen pro Sekunde.
02. Die große Tragödie der Menschheit besteht darin, dass CO2 durchsichtig und geruchlos ist.
03. Die Menschheit hat kein Energieproblem. Sie hat ein Emissionsproblem.
04. Es ist irreführend, von „erneuerbarer“ Energie zu sprechen.
05. Es ist falsch, den Fokus nur auf die Energieeffizienz in der Nutzungsphase zu richten.
06. Das Bauschaffen produziert zu viel gasförmigen Abfall.
07. Wir müssen mit weniger Stahlbeton bauen.
08. Die Menschheit verfügt über zu wenig Bauholz.
09. Wir brauchen mehr Bäume.
10. Die CO2-Bindungskapazität eines einzelnen Baumes wird völlig überschätzt.
11. Das Bauschaffen verbraucht zu viele Ressourcen.
12. Die Menschen müssen anders bauen.
13. Bauen ist der Produktionsversuch menschlicher Heimat.
14. Die gebaute Welt verlangt eine andere Art von Licht.
15. Wohlstand für alle auf dem bisherigen Niveau der Industrieländer ist nicht möglich.
16. Die große Transformation muss gelingen.
17. Natura mensura est. (Die Natur ist das Maß aller Dinge)

LINKS
Youtube-Kanal von Werner Sobek mit zahlreichen Beiträgen
Themen-Seite des Webauftritts
Fokus-Seite des Webauftritts
Die jüngste Publikation von Werner Sobek

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Veröffentlichung: 24.04.2022

87 — Harald Welzer
Extraausgabe / Demokratie gestalten

Prof. Dr. Welzer studierte Soziologie, Politik­wissen­schaft und Literatur­wissen­schaft und wurde 1988 in Soziologie promo­viert. Er habili­tierte sich gleich zwei­fach – 1993 in Sozial­psycho­logie und 2001 in Sozio­logie. Er war Direktor des Center for Inter­disciplinary Memory Research (CMR) und Leiter ver­schiedener Teil­projekte des Forschungs­schwer­punkts KlimaKultur am Kultur­wissen­schaft­lichen Institut in Essen. Von 2001 bis 2012 war er Professor für Sozial­psycho­logie an der privaten Uni­versität Witten/Herdecke. Welzer ist Mit­begründer und Direktor der gemein­nützigen Stiftung Futurzwei – Stiftung Zukunfts­fähig­keit, die sich das Auf­zeigen und Fördern alterna­tiver Lebens­stile und Wirt­schafts­formen zur Auf­gabe gemacht hat. Seit Juli 2012 ist er Honorar­professor für Trans­formations­design an der Europa-Uni­versi­tät Flens­burg, wo er das Norbert Elias Center for Trans­formation Design & Research leitet. Des­weiteren ist er Affiliated Member of Faculty am Marial-Center der Emory Uni­versity (Atlanta/USA). Er lehrt an der Uni­versität St. Gallen und ist Mit­glied zahl­reicher wissen­schaft­licher Bei­räte und Akade­mien. Schwer­punkte seiner For­schung und Lehre sind Erinner­ung, Gruppen­gewalt und kultur­wissen­schaft­liche Klima­folgen­forschung. Welzer ist Heraus­geber FUTURZWEI, einer viertel­jährlich erscheinen­den Zeit­schrift für Politik und Zukunft. Er ist Best­seller-Autor. Seine Bücher wurden in ein dutzend Sprachen über­setzt. Sein jüngstes Buch „Nach­ruf auf mich selbst. Die Kultur des Auf­hörens“ verfasste er im Anschluss an einen Herzinfarkt, den er glücklicher­weise über­lebte. Das Buch wurde zu einem viel­fach nach­gedruckten Bestseller.

LINKS
Die Rede von Harald Welzer als Youtube-Video
Harald Welzer auf Wikipedia
Konferenz-Dokumentation KONVENT FÜR DEMOKRATISCHES DESIGN / DEMOKRATIE GESTALTEN

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Veröffentlichung: 22.04.2022

86 — Mariana Amatullo
Die Chef-Diplomatin des Social Design

Mariana Amatullo ist außer­ordent­liche Profes­sorin für Strategisches Design und Manage­ment an der Parsons School of Design. Sie ist Mit­glied des Parsons DESIS Lab und des Gradu­ate Minor in Civic Service Design der Uni­versi­tät und fungiert als Vice Provost für Global Execu­tive Edu­cation und strate­g­ische Online-Initia­tiven an der New School, New York. Mariana ist derzeit Präsi­dentin von Cumulus, der inter­natio­nalen Vereini­gung von Hoch­schulen und Uni­versi­täten für Design, Kunst und Medien.

Zuvor war Mariana Mit­be­gründerin und Leiterin der preis­ge­krönten Ab­teilung für soziale Inno­vation, Design­matters, am ArtCenter College of Design in Pasa­dena, Kali­fornien. Marianas akademische Recher­chen und Veröffent­lich­ungen schlagen eine Brücke zwischen den Berei­chen Design und Manage­ment und unter­suchen die Rolle einer Design­haltung als kognitiver Ansatz für soziale Inno­vation und organi­sator­isches Lernen. Zu ihren redaktio­nellen Projekten gehören LEAP Dialogues: Career Pathways in Design for Social Inno­vation als leitende Redak­teurin und das Open-Source-Projekt LEAP Dialogues: The Educator’s Guide.

Als Global Fellow der Royal Society for the Arts (RSA) und von Salz­burg Global hat Mariana zahl­reiche Aus­zeich­nungen erhalten, darunter den Inaugural DELL Award for Out­standing Social Inno­vation Edu­cation (2012). Mariana hält inter­natio­nal Vor­träge über Design und soziale Inno­vation und ist Mit­glied in mehreren Jurys und Bei­räten, unter anderem im Vera List Center for Arts and Politics. Mariana hat einen Doktor­titel in Manage­ment von der Case Western Reserve Uni­versity, einen M.A. in Kunst­geschichte und Muse­ums­­studien von der Uni­versity of Southern Cali­fornia und eine Licence en Lettres von der Sorbonne in Paris, wo sie auch Kunst­ge­schichte an der Ecole du Louvre studierte. Als gebürtige Argentinierin und Kind eines Diplo­maten wuchs Mariana in der ganzen Welt auf.

LITERATUR-EMPFEHLUNGEN
 Design for Social Innovation: Case Studies from Around the world. Co-editors Bryan Boyer, Jennifer May, and Andrew Shea; Routledge, November 2021.
 Design Justice: Community-led Practices to Build the Worlds we Need, by Sasha Constanza-Chock, MIT Press, 2021 
 Designing in Dark Times: An Arendtian Lexicon, edited by Eduardo Staszowski and Virginia Tassinari, Bloomsbury Press, 2020.
 Ethics in Design and Communication: New Critical Perspectives, Laura Scherling, and Andrew DeRosa, ed. Bloomsbury Press, 2020.
 LEAP Dialogues: The Educator’s Guide, editorial team Mariana Amatullo, Andrew Shea and Jennifer May, Designmatters at ArtCenter College of Design, September 2017
 Leap Dialogues: Career Pathways for Designers in Social Innovation, Designmatters at Art Center College of Design, Distributed Art Publishers (D.A.P) July 2016. Editorial team Mariana Amatullo, Bryan Boyer, Liz Danzico, and Andrew Shea

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Veröffentlichung: 18.04.2022

85 — Philipp Langenbach
Grünes Banking – wie geht das?

Philipp Langenbach ist seit März 2022 als General­bevoll­mächtigter Mit­glied der Geschäfts­leitung der UmweltBank und zusätz­lich für den Personal­bereich verant­wort­lich. Zuvor war er seit 2018 Leiter Marketing & PR. Eine klar positio­nierte Marke in einem immer grüner werden­den Markt zu betreuen, em­pfindet er als Heraus­forder­ung, die ihn mit großer Freude er­füllt. Vor der Bank war Philipp Langen­bach 15 Jahre lang bei der Nürn­berger Agentur trieb­werk tätig. Dort hat sich vom student­ischen Texter bis zum Creative Director ent­wickelt und maß­geb­lich den Bereich Marken­beratung für Mittel­ständler mit aufge­baut. Einer der Kunden war die UmweltBank, die nach einem erfolg­reich abge­schlossenen Marken-Relaunch-Projekt die Fühler nach ihm ausstreckte.

LINKS
Website der UmweltBank
Blog Bank & Umwelt
LinkedIn-Profil Philipp Langenbach
Fondsmarke UmweltSpektrum
GABV – Global Alliance for Banking on Values

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Veröffentlichung: 11.04.2022

84 — Judith Block
Über Megatrends, Menschenliebe und Mut

Judith Block stellt sich das Leben als Anein­ander­reih­ung von folgen­schweren Ent­scheidungen vor, die in voll­kom­mener Un­wissen­heit gefällt werden müssen und deren Konse­quen­zen man folg­lich besser mit viel Humor begegnen sollte.

Die erste große Ent­schei­dung war ein Design-Studium an der hfg Offen­bach – ohne zu wissen, was Design über­haupt sein könnte. Was eine gute Designer­in aus­macht, ver­suchte sie dann bis 2018 heraus­zu­finden. Doch statt der Liebe zu den Objekten weckte die Hoch­schule eine Leiden­schaft für große Narrative. Sie gründete zusam­men mit Florian Arnold und Sinja Möller ein Design-Philosophie-Kollektiv, das neue Narra­tive zur digi­talen Öffent­lich­keit suchte und ver­anstal­tete Sym­posien zu Künst­licher Empathie und dem Design von Virtu­ellen Gesichtern. Im Anschluss an ihr Diplom ent­wickelte sie ein Aus­stellungs­format, das den Diskurs um Gesichts­erkenn­ungs-Techno­logien neu er­zählte. Seit 2021 arbeitet sie als Zukunfts­forscherin am Zukunfts­institut, einem Think­tank der sich gesell­schaft­lichen Trends und der Frage widmet, wie sich eine Gesell­schaft ent­wickelt, die das Beste aus sich und der Welt macht. Judith Block ist außer­dem ein großer Fan von Zirkus­artis­tik und nutzt ihre Frei­zeit zum Üben und Lehren von Akrobatik.

LINKS
http://designphilosophy.de
http://aeworldwide.de

TIPPS
Verwobenes Leben.
Geflochtenes Süßgras
Die Compagnie XY im Höhenflug

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Veröffentlichung: 04.04.2022

83 — Anatoli Skatchkov
Man muss immer aus Liebe handeln

Anatoli Skatchkov aka Nathaniel Knop ist preis­ge­krönter Filme­macher, geboren 1968 in eine jüdische Familie in Czernowitz/Ukraine. Nach dem Studium der Psychiatrie sowie der Regie­assis­tenz bei A. Kaidanovsky und K. Zanussi kam er als Nipkow-Stipendiat (Euro­päisches Stipen­dium für Professio­nals in den audio-visu­ellen Medien) nach Berlin. 1995 gründete er seine Firma KINOBRIGADA. Er arbeitete für die Fernseh­kanäle 3SAT und ARTE, für Museen, u.a. das Russische Staats­museum in Sankt-Peters­burg sowie das MAK in Frankfurt. Er lebt mit seiner Frau und fünf Kindern in Frankfurt am Main.

Filmographie (Auswahl)

1. Regie:

2022 Nathan Farb & the Cold War (Work in Progress) Unterstützt von Hessen Film & Media
2022 In der Luft, da bleibt deine Wurzel (Work in Progress) Unterstützt von Hessen Film & Media
2022 Zeitzeugentheater (Work in Progress) Unterstützt von ZWST
2019 The Watson's Hotel (Audience Award, Lichter IFF, 2019) Unterstützt von der Hessischen Filmförderung und der Akademie der Künste, Berlin
2016 The Storyteller. After Walter Benjamin (Winner, On Art IFF, 2017; Best Documentary 12 IFF, 2019) Unterstützt von Hessische Filmförderung
2011 Pavlik +100
2005 Mikhail Shvartsman. Recognition
2004 Anna Staritsky. La vie collage
2001 Das Nitschewoland (Audience Award, Kassel FF, 2003) Unterstützt von der Hessischen Filmförderung

2. Kamera und Schnitt:

2016 A Gravame –Das Stahlwerk, der Tod, Maria und die Mütter von Tamburi (Winner, Lichter IFF, 2017, Nom. Hessische Filmpreis 2017, Deutsche Filmpreis 2017)
2011 Kein Vertrauen. Keine Angst. Um nichts bitten (Russische Dokumentarfilmpreis 2012), Unterstützt von Hessische Filmförderung
2011 When in Rome
2008 Leningrad – Der Mann, der singt

3. Teilnahme an Filmfestivals (Auswahl):

Frankfurt, Kassel, Krakau, Leipzig, Lissabon, Locarno, Mexico, Milano, Moskau, New York, Nowosibirsk, Perpignan, Pune, Sankt-Petersburg

4. Auftragsprojekte für (Auswahl):

NTV, ZDF, 3SAT, ARTE; Museum für Angewandte Kunst, WELTKULTUREN Museum und Goethe-Museum, Frankfurt; ID-Frankfurt; Russisches Staatliches Museum, Sankt-Petersburg; Hebbel Theater, Berlin; Altana Stiftung, Bad Homburg; Mousonturm; Deutsche Telekom.

LINKS
kinobrigada.de
Link zu Sergei Loznitsas Film, den Anatoli im DDCAST erwähnt: www.vimeo.com

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Veröffentlichung: 28.03.2022

82 — Claudia Díaz Sánchez, Laura Schlotthauer, Katja Lis
Diverse Kommunikation braucht diverse Menschen

Claudia Díaz Sánchez ist in Havanna, Kuba geboren. Als Tochter eines regime­kritischen Schrift­stellers und Filme­machers musste sie mit acht Jahren nach Europa ins Exil, zunächst nach Berlin und dann nach Madrid. Sie studierte Latein­amerika­studien an der Freien Uni­versi­tät in Berlin (FU) und war kurze Zeit wissen­schaft­liche Mit­arbeiter­in am Ost­asiat­ischen Seminar der FU, wo sie jedoch schnell merkte, dass ihr die praktische Arbeit mehr lag. Ihre Agentur­karriere startete sie eben­falls bei Scholz & Friends Agenda, danach war sie über sechs Jahre bei der größten inhaber­ge­führten Agen­tur Service­plan, wo sie verschiedene Karriere­stufen erreichte. 2019 wechselte sie als Standort­leiterin zu ressourcen­mangel und dann in die Geschäfts­führung, wo sie unter anderem für den Bereich Client Services zuständig ist.

Laura Schlotthauer ist gebürtige und stolze Frank­furterin. Aktuell lebt sie, wie sie selbst sagt, im Berliner Exil. Sie studierte Global Media and Communi­cations an der London School of Economics and Political Science in London und an der Annenberg School for Communi­cation in Los Angeles. Nach ihrem Studium war sie wissen­schaft­liche Mit­arbeiterin am Institute of Electronic Business der UDK in Berlin, ent­schied sich dann aber gegen eine wissen­schaft­liche Karriere und startete bei Scholz & Friends Agenda in die Agentur­welt. Nach drei Jahren wechselte sie zu Ketchum Pleon. 2017 über­nahm sie die Leitung des Kampagnen­teams bei ressourcen­mangel in Berlin, zwei Jahre später wechselte sie u. a. für das Thema „Orga­ni­sations­­struk­tur und Zusammen­arbeit“ in die Geschäfts­führung und über­nahm später auch die kauf­männische Leitung des Standortes.

Katja Lis kommt gebürtig aus Leipzig und wuchs seit der Wieder­vereini­gung in Frank­furt am Main auf. Nach dem Kommu­nikations­design­studium an der HfG Offen­bach und der Arbeit in Agen­turen in London und Amster­dam gründete sie 2013 zusam­men mit ihrem heutigen Mann Alexander Lis die Agentur DBF designbüro frankfurt. Die Agentur ist spezialisiert auf Marken­beratung, Corporate Design und UX/UI-Design. Gemein­sam mit Alexander Lis führt sie die Agentur bewusst als Doppel­spitze. Auch in ihrer ehren­amt­lichen Arbeit setzt sie sich für mehr Diversi­tät in Agen­turen ein. Sie ist Beirätin im DDC für Diversity und Mit­initiatorin der Platt­form Women of DDC, welche die Sicht­bar­keit, die Vernetz­ung und das Unter­nehmer­tum von Gestalter­innen stärkt. 2021 ent­wickelte sie die Event­reihe Learn & Burn, ein DDC Lab für Female Leader­ship und Nach­wuchs­förder­ung in der Bran­che. Die Kommuni­kations­designerin Katja Lis arbeitet zudem als Work­shop­leiterin und Moderatorin.

Laura und Claudias Gemein­samkeit

Laura Schlotthauer und Claudia Díaz Sánchez betreiben flexibles Job­sharing: Beide sind Geschäfts­führer­innen der multi­channel Agentur ressourcen­mangel in Berlin, dem mit rund 130 Mit­arbeiten­den größten Standort der Ressourcen­mangel-Gruppe, und Vor­ständinnen im Gesamt­verband Werbe­agenturen (GWA). Dort sind sie für das Ressort Diversity, Equity and Inclusion (DE&I) sowie Arbeits­zeit­modelle zu­ständig und unter­stützen den kulturellen Wandel in den deutschen Kommuni­kations­agen­turen. Die Idee für das Job­sharing hatte Laura, als sie ihr zweites Kind er­wartete. So kam Claudia dazu, als Laura in Eltern­zeit ging und Laura war da, als Claudia ihr erstes Kind bekam. Durch die geteilte Führungs­ver­ant­wort­ung ist es beiden mög­lich, sich zusätz­lich zum Job im GWA ehren­amt­lich zu engagieren.

LINKS Laura & Claudia
www.gwa.de
www.ressourcenmangel.de
www.prmagazin.de/juni-ausgabe-2021

LINKS Laura
www.linkedin.com/in/laura-schlotthauer-5861a112

LINKS Claudia
www.linkedin.com/in/claudia-diaz-570498a1
www.horizont.net/medien/nachrichten/kommunikation-warum-genderneutrale-sprache-gekommen-ist-um-zu-bleiben-189647
www.hintergrund-der-podcast.podigee.io/12-hintergrund-11-geschlechtersensible-sprache-die-rolle-von-kommunikationsberater-innen

LINKS Katja
www.designbuero-frankfurt.de
www.designbuero-frankfurt.de/blog/remote-working/
www.linkedin.com/in/katja-lis-3a6701176/
www.ddc.de/de/magazin/review-learnandburn.php
www.ddc.de/de/puls/women-of-ddc.php

LITERATUR Laura
Peter Brook: The Empty Space
Manuel Castells: The Rise of the Network Society
Katharina Grossmann-Hensel: Eltern richtig erziehen (Kinderbuch)

LITERATUR Claudia
Adam Grant: Think again
Elif Shafak: How to stay sane in an age of division
Jeffrey Eugenides: Middelsex
Judith Butler: Undoing gender

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Veröffentlichung: 21.03.2022

81 — Ondřej Chybík
Driven by ego, curiosity and naivety

Ondřej Chybík (*1985, Brünn, Tschechische Republik) ist Mit­be­gründer des Studios Chybik+Kristof mit Sitz in Prag, Brünn und Bratis­lava. Er studierte Archi­tektur und Städte­bau an der Tech­nischen Uni­ver­si­tät Brünn in der Tschech­ischen Repu­blik, an der TU Graz in Öster­reich und an der ETH Zürich in der Schweiz. Seine Arbeiten wurden im MoMA NYC als Teil der Aus­stel­lung Uneven Growth aus­ge­stellt. Er arbei­tete im Atelier Vienne-se, PPAG. Derzeit lehrt er an der Fakul­tät für Kunst und Archi­tektur der Tech­nischen Uni­versi­tät Liberec, Tschech­ische Repu­blik. Er lehrte an der Fakul­tät für Archi­tektur der Tech­nischen Uni­versität Brünn und war Gast­kritiker an der Fakul­tät für Archi­tektur der Slowakischen Tech­nischen Uni­versi­tät in Bratis­lava, Slowakei, an der Fakul­tät für Kunst und Archi­tek­tur in Liberec, Tschech­ische Repu­blik und am Politec­nico di Milano, Italien. Er war Mit­glied in inter­natio­nalen Jurys von Archi­tektur­wett­be­werben und natio­nalen Archi­tektur­preisen in der Slowa­kei und der Tschech­ischen Republik. Zusam­men mit dem Studio hat er eine Reihe von Aus­zeich­nungen er­halten, darunter den AR Design Vanguard 2019, und nahm mit dem Projekt OUT-HABIT an der Archi­tektur­bien­nale von Tiflis teil.

LITERATURTIPPS
El Croquis (all issues)
S,M,L,XL
Vladimir Dedecek - Interpretations of his Architecture

LINKS
chybik-kristof.com

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Veröffentlichung: 14.03.2022

80 — Marie Josephine Eckloff
Licht ins Dunkel bringen

Marie Josephine Eckloff arbeitet seit Anfang 2022 als Junior Strategist bei blocher partners sens in Stutt­gart, wo sie zuvor als Junior-Innen­archi­tek­tin beschäf­tigt war. Ihre Themenfelder sind u.a. Work­shop-Begleit­ungen, Konzept- und Präsen­tations­arbeiten. Während der Schul­zeit am Ernst-Barlach-Gym­nasium in Schön­berg, MV, absol­vierte sie einen Auslands­aufent­halt an der Brandon High-School, Minne­sota, USA. Nach dem Abitur in 2014 studierte sie Produkt­gestal­tung an der HTW Dresden und der HS Augs­burg, mit einem Master­ab­schluss in Design- und Kommuni­kations­strategie. Praktika führten sie zu Galleria – Ein­richtungen und Stoff­kontor, Lübeck; Pohl Immo­bilien, Lübeck; STRAIGHT design, Viktor Erlandsson, Stock­holm. Als Werk­studentin war sie im For­schungs­pro­jekt der HTW Dresden zur Visuali­sierung von Stadt­planungs­pro­zessen aktiv sowie bei der Coalo GmbH in Augs­burg, zu­ständig für die Gestaltung von Digital- und Print­medien. Als Medien­gestalterin war sie bei der Speakers Ex­cel­lence Deutsch­land Holding GmbH in Stutt­gart tätig. Sie war Fina­listin und Preis­geld­ge­win­nerin (2021) beim „Was ist gut?-Wett­bewerb“ des DDC und wurden mit einer Award-Nomi­nierung (2021) für den New­comer­preis des German Design Awards aus­ge­zeich­net. Sie gewann den Hans-Benedikt-Preis (11/2019) für Soziales Engage­ment beim Sprach­paten­programm der Augs­burger Diakonie.

LITERATURTIPPS
1. Hört ihr die Kinder weinen: Eine psycho­genetische Geschichte der Kind­heit, von Lloyd deMause
2. Psychologie der Macht: Kriegen was wir wollen, von Michael Schmitz
3. Wir Kinder der Gewalt, von Miriam Gebhardt
4. Schattenkinder. Hinter Torgauer Mauern, von Heidemarie Puls
5. Die geprügelte Generation: Kochlöffel, Rohrstock und die Folgen, von Ingrid Müller-Münch

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Veröffentlichung: 07.03.2022